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Wann sollte man sich scheiden lassen und wie läuft das ab?
Wann sollte man sich scheiden lassen und wie läuft das ab?

Wann sollte man sich scheiden lassen und wie läuft das ab?

Liebe und Scheidung sollten Gegensätze sein. Niemand denkt gerne an das Ende einer Beziehung, wenn sie gerade erst beginnt. Doch Fakt ist, dass Scheidungen keine Ausnahme mehr sind, sondern eher die Regel. Sie gehören zur Dating-Welt und zu Beziehungen einfach dazu – nicht, weil sich jeder scheiden lässt, sondern weil die Option nun mal immer irgendwie im Raum steht, wenn es mal richtig kriselt.

Doch was tut man, wenn eine Scheidung plötzlich möglich ist? Viele Menschen schieben den Gedanken so lange wie möglich auf. Möchte sich ein Partner trennen, bleibt aber nichts weiter übrig: Es müssen alle wichtigen Fragen geklärt werden. Dazu gehört, dass man eine grobe Idee davon hat, wie eine Scheidung abläuft und welche Möglichkeiten man hat (zum Beispiel durch eine Online-Scheidung).

Wann sollte man sich scheiden lassen?

Die Frage danach, wann eine Scheidung einfach sein muss, kann niemand allgemein beantworten. Jede Beziehung ist einzigartig. Manche Paare können nur miteinander leben, wenn alles rund läuft – somit ist der Punkt, an dem die Scheidung notwendig wird, natürlich viel schneller erreicht. Widerstandsfähige und kompromissbereite Partner sehen Scheidung meist als allerletztes Mittel.

Was aber ganz klar gesagt werden kann: Eine Scheidung ist keine Schande. Gewalt in Beziehungen, wiederholtes Fremdgehen oder Lügen sind ein absolut ausreichender Grund, um eine Ehe zu beenden. Falsche Scheu hat da keinen Platz. Wichtig ist, sich vorher gut über eine Scheidung und die Konsequenzen zu informieren, damit man die Entscheidung auch bewusst und aus Überzeugung trifft.

Deshalb sind Scheidungen so kompliziert

In Deutschland werden Scheidungen nicht unbedingt gern gesehen. Gesellschaftlich hat sich das natürlich schon gewandelt: Während Scheidungen früher einen Fleck auf dem Ansehen hinterlassen haben und sogar sozialen Ausschluss bedeuten konnten, sind sie heute einfach Teil vieler Familien und Beziehungen.

Doch der Gesetzgeber sieht das nicht so locker. So gibt es ein Trennungsjahr, das eingehalten werden muss (mit ganz wenigen Ausnahmen). Wer seinen Partner also heute beim Seitensprung erwischt, kann sich nicht gleich morgen scheiden lassen. Auch Unterhaltszahlungen, Sorgerechtsfragen und Versicherungswirrwarr führen dazu, dass eine Scheidung eine bürokratische und rechtliche Herausforderung ist, die niemand auf die leichte Schulter nehmen sollte (oder kann).

Die gute Nachricht ist, dass es mittlerweile Online-Scheidungen gibt. Damit ist nicht gemeint, dass man Scheidungen wie beim Onlineshopping einfach in den Warenkorb legt. Online-Scheidung bedeutet, dass die Vermittlung des Anwalts, der für die Scheidung nötig ist, online erledigt wird und alle wichtigen Unterlagen auch über das Internet verschickt werden. Das Einreichen des Antrags geschieht dann trotzdem regulär per Antrag in Papierform beim Familiengericht.

Muss man einen Scheidungsanwalt beauftragen?

Ein Anwalt muss beauftragt werden, um eine Scheidung einzureichen. Denn Scheidungen werden vom Familiengericht geklärt – und da haben Privatpersonen nicht viel zu melden. Somit muss mindestens ein Anwalt beauftragt werden.

Was allerdings möglich ist: Nur ein Anwalt für beide Partner. Das ist immer dann sinnvoll, wenn es sich um eine einvernehmliche Trennung handelt, bei der wichtige Fragen zu Unterhalt oder Sorgerecht ohne Streit geklärt werden können. Sobald einer der Partner allerdings Ansprüche ändert, Vorwürfe macht oder Behauptungen aufstellt, sollten zwei Anwälte involviert werden.

Das kann natürlich schwer sein. Denn wer noch verliebt ist, der möchte nicht glauben, dass der Ehepartner schmutzige Mittel einsetzt, um die Scheidung durchzudrücken oder finanzielle Vorteile zu erspielen. Umso wichtiger ist es, dann einen neutralen und erfahrenen Anwalt an der Seite zu haben, der sich mit diesen Fällen auskennt. Somit sollte es auch immer ein Anwalt speziell für Familien- beziehungsweise Scheidungsrecht sein.

Online-Dienstleister für Scheidungsfragen werden deshalb auch immer beliebter. Dort werden Spezialisten vermittelt, die auch gleich Auskünfte zu Kosten und möglichen Problemen geben können. Ein weiterer Vorteil ist, dass man sich online auch informieren kann, ohne dass der Partner etwas davon wissen muss.

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