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Wird der Seitensprung gesellschaftsfähig? Das Fremdgehen als Kavaliersdelikt

So ein kleiner Seitensprung ist doch nichts Schlimmes. So zumindest sehen viele das Fremdgehen in einer festen Beziehung an. Noch immer gilt besonders unter der männlichen Fraktion der Seitensprung als Kavaliersdelikt und die Zunahme des Fremdgehens in der heutigen bestätigt diese Vermutung. Die größte Gefahr des Fremdgehens, davon gehen Experten aus, liegt sogar in unmittelbarer Nähe, dem engsten Freundeskreis.

Kein großes Ding, ein Ausrutscher und Fauxpas. So bezeichnen Menschen, die schon einmal in einer Beziehung fremdgegangen sind diesen Sachverhalt. Doch für Betroffene ist dies weitaus mehr, als nur ein verzeihbarer Ausrutscher. Sie leiden oftmals darunter unter Umständen ihr Leben lang und sehen dies als Treuebruch an. Verziehen werden dennoch viele Seitensprünge und nicht selten deshalb, weil das Pendant, der Partner ebenso gesinnt ist oder war.

Ein Stich in die Brust und Verrat zugleich

Für Betroffene, die herausbekommen, dass ihr geliebter Partner eine Affäre hatte oder hat oder auch nur einen Seitensprung wagte, schwindet der Boden unter den Füßen und ein tiefes, schwarzes Loch tut sich auf. Sie sind im wahrsten Sinne des Wortes am Boden zerstört und können diese Tatsache einfach nicht glauben und wollen sie partout zunächst wahrhaben. Wie kann er nur und wie kann sie mir das antun?

Diese Frage stellt sich Betroffenen zuerst und als Nächstes folgt das Gefühl der Ohnmacht und des Verrats. Denn Treue spielt natürlich eine wesentliche Rolle beim Seitensprung und, dass man diesen unsichtbaren Schwur und Eid in einer intakten Beziehung quasi über Nacht gebrochen und zerstört hat. Noch schlimmer ist der Schmerz hingegen, wenn der Partner in flagranti erwischt wird oder, dass man von Freunden den Kopf gewaschen bekommt, die gefühlvoll darüber aufklären, dass der Partner beim Fremdgehen gesehen wurde.

Um aber auf Nummer sichergehen zu können und um sich nicht nur aufs Hörensagen zu verlassen, ist es manchmal im Verdachtsfall besser, auf eigene Faust und mit professioneller Unterstützung etwas dafür und dagegen zu unternehmen. Denn mit einer Detektei Klarheit verschaffen zu wollen, ist in solchen Fällen nicht verkehrt und kann entweder den Verdacht untermauern und bestätigen oder eben aufklären und als nicht bewiesen darstellen.

Die Untreue macht Schule

Ob es am Wandel der Zeit liegt, der Schnelllebigkeit oder auch daran, dass immer mehr Menschen auf der Suche nach dem Glück in Vollkommenheit sind und dennoch frei wie ein Vogel sein wollen und auf jeden Fall nichts verpassen oder versäumen wollen. Die Sehnsucht nach Liebe, in Verbundenheit mit Schmerz und Treue und Untreue und der sexuellen Zufriedenheit und Begierde.

Diese Elemente beinhalten all das, was man als Gründe für den Seitensprung und das Fremdgehen aufzählt. Selbst schon in der Vergangenheit verschmähten Liebhaber nicht die Chance des ein oder anderen Seitensprungs. Von Effi Briest bis Anna Karenina, Kleopatra und Casanova sie und etliche weitere Größen der Geschichte konnten sich nicht davon lossagen, hin und wieder einen riskanten Seitensprung zu wagen. Doch verglichen mit heute sind das eher geringe Ausmaße dessen.

Dass Untreue immer mehr Schule macht, ist in der heutigen Zeit, ist nicht von der Hand zu weisen. Denn fast jeder Partner kann heute ein Lied davon singen. Entweder als Betroffener oder als Fremdgeher. Und einige von ihnen können vom Laster der Begierde nach neuen, sexuellen Erfahrungen, nicht lassen.Die heimliche Liebe, das Abenteuer, die sexuelle Befriedigung und auch das Spiel mit dem Feuer, sind nur einige Aspekte, warum sich heute immer häufiger Partner ins Getümmel des Fremdgehens mit all den meist unangenehmen Konsequenzen wagen.

Die ewige Suche nach dem Ritter auf dem Schimmel er muss heldenhaft sein, von großer Statur. Stark und mit meist blonden oder dunklen Haar. Feurige Augen haben, einen sinnlichen Mund, Humor und eine gigantische Portion an Verständnis und Leidenschaft zugleich. Und am besten kommt er mit einer Rose in der Hand auf einem Schimmel daher galoppiert, um mit seiner Geliebten auf dem Schoß sitzend davon zu reiten.

So zumindest sieht der Märchenprinz in den Träumen vieler Frauen aus. Die Herren bevorzugen da lieber Sachlichkeit und beschränken sich zudem stark aufs Äußere, was die perfekte Traumfrau betrifft. Sie soll langes, wallendes Haar tragen. Von elfengleicher Statur sein und trotzdem durchtrainierter Kumpel zum Pferde stehlen, wie zarte Liebesgöttin zugleich verkörpern.

Sie kann mindestens so gut kochen wie bei Muttern und ebenso liebevoll und gekonnt für den Familienzusammenhalt sorgen können. Mutter, Geliebte und Freundin zugleich. Rund 35 Prozent aller Ehen werden getrennt und geschieden, weil Untreue oder Eifersucht im Spiel ist.

Erst am Ende der Seitensprung-Ära steht der Partnerwechsel an und erstaunlicherweise würden Frauen ihrem Partner wesentlich öfter eine zweite Chance nach einem Seitensprung für die Partnerschaft geben, als Männer. Rund 56 Prozent der Frauen sollen noch einmal einlenken und verzeihen, während es bei Männern nur schlappe 26 Prozent seien, die verzeihen und einem Neuanfang eine Chance bieten.

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