Metacam für Hunde: Anwendung & Risiken

Metacam für Hunde: Anwendung & Risiken

Metacam gehört zu den am häufigsten eingesetzten Schmerzmitteln in der Tiermedizin. Es wird vor allem dann verordnet, wenn Hunde unter Schmerzen, Entzündungen oder Bewegungseinschränkungen leiden. Viele Halter stehen vor Fragen zur richtigen Anwendung, zur Dosierung und zu möglichen Risiken. In diesem Ratgeber findest Du alle relevanten Informationen zu Metacam für Hunde. Du erfährst, wie das Medikament wirkt, wann es eingesetzt wird, welche Dosierung üblich ist und welche Nebenwirkungen auftreten können. Zusätzlich zeigen wir Dir sinnvolle Alternativen und ergänzende Maßnahmen zur Schmerztherapie.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Metacam ist ein nicht-steroidales Antirheumatikum (NSAID) mit dem Wirkstoff Meloxicam

  • Es lindert Schmerzen, Entzündungen und Fieber bei Hunden

  • Die Dosierung richtet sich nach dem Körpergewicht und der Behandlungsdauer

  • Nebenwirkungen betreffen vor allem Magen, Darm, Leber und Nieren

  • Die Gabe sollte immer unter tierärztlicher Kontrolle erfolgen

Was ist Metacam für Hunde?

Metacam ist ein verschreibungspflichtiges Schmerz- und Entzündungsmedikament für Hunde. Es enthält Meloxicam und wird vor allem bei Arthrose, Verletzungen und nach Operationen eingesetzt, um Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit zu verbessern.

Was ist Metacam und wann wird es beim Hund eingesetzt?

Metacam ist ein nicht-steroidales Antirheumatikum, kurz NSAID. Es wird in der Tiermedizin eingesetzt, um Schmerzen, Entzündungen und Fieber zu behandeln. Der enthaltene Wirkstoff Meloxicam hemmt bestimmte Enzyme, die für die Bildung von schmerzauslösenden Botenstoffen verantwortlich sind. Tierärzte verschreiben Metacam häufig bei Erkrankungen des Bewegungsapparates wie hier gut erklärt. Dazu zählen Arthrose, Gelenkentzündungen und Verletzungen. Auch nach Operationen kommt das Medikament zum Einsatz. Es kann sowohl kurzfristig als auch langfristig verabreicht werden. Bei längerer Anwendung sind regelmäßige Blutkontrollen wichtig. So lassen sich mögliche Belastungen von Leber und Nieren frühzeitig erkennen.

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Wie wirkt Metacam im Körper des Hundes?

Metacam wirkt entzündungshemmend, schmerzlindernd und fiebersenkend. Der Wirkstoff Meloxicam hemmt die Bildung von Prostaglandinen. Diese Stoffe spielen eine zentrale Rolle bei Entzündungen und Schmerzempfinden. Durch die Hemmung werden Schmerzen reduziert. Gleichzeitig gehen Schwellungen zurück. Viele Hunde bewegen sich dadurch wieder leichter. Die Wirkung setzt nicht sofort ein, sondern baut sich über mehrere Tage auf. Besonders bei chronischen Erkrankungen zeigt sich der volle Effekt nach kurzer Zeit. Metacam greift gezielt in den Entzündungsprozess ein, ohne das zentrale Nervensystem zu beeinflussen. Deshalb gilt es als gut wirksam und vergleichsweise verträglich.

Darreichungsformen von Metacam für Hunde

Metacam ist in mehreren Formen erhältlich. Am häufigsten wird die orale Suspension eingesetzt. Sie lässt sich gut dosieren und kann mit dem Futter verabreicht werden. Zusätzlich gibt es Kautabletten mit unterschiedlichem Wirkstoffgehalt. Diese sind besonders praktisch für Hunde, die Tabletten gut annehmen. In der Tierarztpraxis wird manchmal eine Injektionslösung verwendet. Sie kommt meist zu Beginn der Therapie zum Einsatz. Die Wahl der Darreichungsform hängt vom Hund, der Erkrankung und der Behandlungsdauer ab. Alle Varianten enthalten denselben Wirkstoff. Die Wirkung ist daher vergleichbar. Wichtig ist, die Dosierung exakt einzuhalten.

Dosierung von Metacam bei Hunden

Die Dosierung richtet sich immer nach dem Körpergewicht des Hundes. Am ersten Behandlungstag wird eine höhere Anfangsdosis empfohlen. Sie liegt bei 0,2 mg Meloxicam pro Kilogramm Körpergewicht. Ab dem zweiten Tag folgt die Erhaltungsdosis von 0,1 mg pro Kilogramm einmal täglich. Bei langfristiger Anwendung kann die Dosis reduziert werden. Ziel ist die niedrigste wirksame Menge.

Dosierung Metacam Suspension (1,5 mg/ml):

Dosierung Metacam Kautabletten 1 mg:

Körpergewicht Tagesdosis
4–7 kg ½ Tablette
7,1–10 kg 1 Tablette
10,1–15 kg 1,5 Tabletten
15,1–20 kg 2 Tabletten

Dosierung Metacam Kautabletten 2,5 mg:

Körpergewicht Tagesdosis
20–25 kg 1 Tablette
25,1–35 kg 1,5 Tabletten
35,1–50 kg 2 Tabletten

Am ersten Tag wird jeweils die doppelte Menge gegeben. Die genaue Dosierung sollte immer tierärztlich abgestimmt werden.

Wie schnell wirkt Metacam und wie sind die Erfahrungen?

Die Wirkung von Metacam setzt meist innerhalb von drei bis vier Tagen ein. Viele Hunde zeigen dann weniger Schmerzen und mehr Bewegungsfreude. Bleibt eine Besserung nach zehn Tagen aus, sollte die Behandlung überprüft werden. Erfahrungen von Tierärzten und Haltern sind überwiegend positiv. Besonders bei Arthrose berichten viele von einer deutlichen Steigerung der Lebensqualität. Das Medikament wird meist gut vertragen. Wichtig ist die Gabe nicht auf nüchternen Magen. So lassen sich Magen-Darm-Probleme reduzieren. Metacam kann mit dem Futter gemischt oder kurz nach dem Fressen gegeben werden.

Nebenwirkungen, Gegenanzeigen und Alternativen zu Metacam

Wie jedes Medikament kann auch Metacam Nebenwirkungen verursachen. Häufig sind Appetitlosigkeit, Erbrechen oder Durchfall. In seltenen Fällen treten Blut im Kot, Lethargie oder Nierenprobleme auf. Schwere Nebenwirkungen wie Magengeschwüre sind sehr selten. Sie treten meist in der ersten Behandlungswoche auf.

Metacam darf nicht bei trächtigen oder säugenden Hündinnen eingesetzt werden. Auch bei Leber-, Nieren- oder Herzproblemen ist Vorsicht geboten. Hunde unter sechs Wochen sollten das Medikament nicht erhalten. Zudem darf Metacam nicht mit anderen NSAIDs oder Kortison kombiniert werden.

Alternativen sind andere NSAIDs wie Carprofen oder Firocoxib. Für die Langzeittherapie bei Arthrose kommen auch moderne Medikamente wie Librela oder Galliprant infrage. Ergänzend können Physiotherapie, Hydrotherapie oder angepasste Ernährung helfen.

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Fazit

Metacam ist ein bewährtes Schmerz- und Entzündungsmedikament für Hunde. Richtig dosiert und tierärztlich begleitet, kann es die Lebensqualität deutlich verbessern. Besonders bei Arthrose und nach Operationen zeigt es gute Ergebnisse. Wichtig sind eine korrekte Anwendung, regelmäßige Kontrollen und ein wachsames Auge auf mögliche Nebenwirkungen. In Kombination mit ergänzenden Therapien lässt sich oft eine nachhaltige Schmerzlinderung erreichen.

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