Warum gehen Männer fremd?: Gründe & Vorbeugung

Eine Frage die Frauen seit jeher beschäftigt, ist was Männer dazu bringt, fremdzugehen. Immerhin geben je nach Studie bis zu 43% aller Männer an, schon einmal fremdgegangen zu sein oder sich gedanklich mit einem Seitensprung beschäftigt zu haben. Bei den Frauen ist dieser Anteil deutlich geringer. Was ist es also, das Männer in eine Affäre treibt, und wie kann man (in diesem Falle Frau) damit umgehen?

Sex oder Liebe?

Für eine Frau, deren Partner fremdgeht, stürzt häufig eine Welt ein. Sie fragt sich was sie falsch gemacht hat und zweifelt an der Liebe ihres Partners zu ihr. Tatsache ist, dass die wenigsten Affären oder Seitensprünge auf Liebe basieren. Sehr oft ist es so, dass Männer gerade deswegen fremdgehen, eben weil sie ihre Partnerin lieben und sie nicht verlassen möchten. Was sie suchen ist Sex, und das aus unterschiedlichen Gründen.

Warum gehen Männer fremd?: Die Sache mit der Monogamie

männlicher SeitensprungEs klingt nach einer lahmen Ausrede, aber sexuelle Untreue ist unter anderem bereits in den Genen verankert. Der Mann ist zur Monogamie nicht geschaffen, und das hat vor allem evolutionstechnische Gründe. Als menschliche Beziehungen in früheren Formen des sozialen Zusammenlebens einzig der Arterhaltung dienten, war es für die männlichen Exemplare unserer Spezies wichtig, den Genpool zu erweitern und gleichzeitig aber ihr eigenes Erbgut so weit wie möglich zu verteilen. Logische Konsequenz aus dieser überlebensnotwendigen Strategie war demnach, so viele Frauen wie möglich zu schwängern. Heute ist das freilich nicht mehr notwendig, denn es gibt genug Menschen die sich fortpflanzen, so dass ein Aussterben der Menschheit kein Thema mehr ist. Dennoch gibt es eine Art Kollektivgedächtnis, quasi das Vermächtnis unserer Vorfahren im Stammhirn. Diese uralte Programmierung sorgt zuweilen dafür, dass ein Mann sich anderweitig umsieht und fremdgeht.

Sexueller Frust

Ein Ausrutscher nach einer Partynacht, die Affäre mit der Sekretärin; Fremdgehen hat viele Gesichter. Allzu oft spielt sexueller Frust des Mannes dabei eine Rolle. Es ist nicht so dass er seine Partnerin nicht liebt; aber jeder Mensch weiß dass eine Beziehung einschläft, wenn man nicht daran arbeitet, und das gilt natürlich auch für die sexuelle Komponente. Vielleicht ist die Partnerin stark im Job eingespannt oder hat gerade ein Kind bekommen, so dass andere Dinge wichtiger erscheinen als die Zweisamkeit mit dem Partner. Vielleicht hat sie aber auch andere sexuelle Interessen oder ist schlicht nicht so experimentierfreudig. Rechtfertigungsgründe für Untreue gibt es nicht, wohl aber könnte sexueller Frust eine Erklärung für Fremdgänger sein. Das gilt übrigens nicht nur für Männer; auch Frauen gehen aus sexuellem Frust fremd.

Sie liebt mich, sie liebt mich nicht

Nicht nur Frauen wollen spüren, dass sie geliebt werden. Mangelnde Zuneigung des Partners kann auch einen Mann in die Arme einer Affäre treiben. Bei ihnen ist die Gefahr noch höher, da sie Sex mit Liebe oft gleich setzen und sich daher die Zuneigung in einem Seitensprung holen, die sie von ihrer Partnerin nicht zu bekommen glauben. Dazu brauchen sie keine echte Liebe für die Affäre empfinden; es genügt das Gefühl, begehrt zu sein. Manchmal setzen Fremdgänger noch einen drauf: Indem sie einen Seitensprung beichten, strafen sie so ihre Partnerin für die mangelnde Aufmerksamkeit, die sie erfahren.

Rache

Dies führt unweigerlich zum nächsten Grund, aus dem Männer fremdgehen, die Rache. Sei es weil die Partnerin eine Liaison mit dem netten Arbeitskollegen hatte oder aus irgendeinem anderen Grund: Manche Männer wollen ihre Partnerin bestrafen, indem sie mit einer anderen Frau schlafen. Sie setzen ein Signal: „Schau, auch andere Frauen wollen mich, und ich kann sie haben!“ Oder weiter gedacht: „Ich nehme mir wen ich will, wieso sollte ich ausgerechnet dich behalten?“ Dass ein Seitensprung für den betrogenen Partner ohnehin demütigend ist, muss nicht explizit erwähnt werden, aber Fremdgehen aus Rache ist besonders perfide.

Abwechslung

So komisch es klingt: Männer mögen Abwechslung. Auch im Bett. Immer die gleiche Nummer ist ein Greuel, für manche ist es sogar immer die gleiche Frau. Mehrere unterschiedliche Gründe spielen bei diesem Phänomen zusammen.

Der Kick nach dem Besonderen

Aus jeder Beziehung geht irgendwann die Luft heraus. Die Partner gewöhnen sich aneinander, leben vielleicht sogar zusammen, und die Schmetterlinge im Bauch verwandeln sich in ein wohliges, vertrautes und leider auch oft recht langweiliges Gefühl. Fremdgänger möchten den Kick gern wieder spüren, etwas Aufregendes erleben, vielleicht sogar im vollen Bewusstsein, etwas „Verbotenes“ zu tun. Hier ist der Weg zu einem Ausrutscher nicht weit. Männer, die so empfinden, werden eher einen One-Night-Stand haben anstelle einer Affäre, denn es geht ihnen nicht um eine dauerhafte sexuell ausgerichtete Beziehung, sondern um eine einmalige Bestätigung.

Unsicherheit: Ich bin nicht gut genug

Interessanterweise sind es nicht bloß die Macho-Typen die fremdgehen, wie man vielleicht erwarten würde. Gerade unsichere Männer oder solche mit Versagensängsten begehen oft einen Seitensprung. Bei sexueller Versagensangst begründen die Männer dies mit der Aussage dass sie die Frau nicht wieder sehen müssten, wenn es daneben geht, sie aber dennoch „üben“ könnten. Auch wenn die Partnerin mehr Geld verdient oder einen angeseheneren Beruf hat als der Mann und er sich dadurch minderwertig fühlt, ist ein Seitensprung möglich. Durch den Sex mit einer anderen Frau wird das Ego poliert.

Midlife Crisis – ich kann´s noch!

Männer brauchen also viel Bestätigung. Gerade in der Midlife Crisis, in der viele Männer sich noch einmal neu orientieren, ihr Älterwerden noch nicht hinnehmen und sich beweisen wollen, dass sie noch nicht zum „alten Eisen“ gehören, möchten sie wissen, wo sie im Leben stehen, und somit natürlich auch bei der holden Weiblichkeit.

Wie hoch ist mein Marktwert?

Oft ist es so dass Männer ihren „Marktwert“ testen und heraus finden wollen, ob sie für Frauen noch attraktiv sind. Insbesondere wenn sie sich in einer langjährigen Beziehung oder gar Ehe befinden und sich darin gefangen fühlen, glauben manche Männer, dass sie für andere Frauen nicht mehr attraktiv sind. Die Einheit, in der Männer Attraktivität messen, ist Sex. Bei einer solchen Denkweise ist Fremdgehen quasi vorprogrammiert, wenn man nicht aktiv an der Beziehung arbeitet.

Ablenkung

Mann geht fremdUm sich von Beziehungsproblemen abzulenken, gehen viele Männer eine Affäre ein. Die andere Frau hört zu, macht keine Vorwürfe, hat eine Leichtigkeit an sich, die der Fremdgänger an seiner Partnerin vermisst und hat einfach Spaß. Um nicht über Beziehungsprobleme nachdenken zu müssen und aus der Drucksituation zu entkommen, glauben einige Männer dass eine Affäre oder ein Seitensprung hier das richtige Mittel sei. Oft geschieht das auch unbewusst. Dass diese Strategie nicht aufgehen kann, dürfte aber schon nach kurzem Nachdenken einleuchten. Was kann eine Frau also tun, wenn sie den Verdacht hat dass ihr Partner fremdgeht, oder noch besser, wie kann man einem Seitensprung vorbeugen? Sicher gibt es kein Patentrezept, keine 100%ige Garantie, dass der Partner niemals fremdgehen wird. Dazu sind die Gründe viel zu weitreichend und auch zu individuell. Eine gesunde Beziehung, die spannend und aufregend bleibt, ist jedoch ein gutes Mittel, um zumindest einige der Gründe zu umgehen:
  • Lernen Sie Ihren Partner kennen: Wenn Sie wissen, wie Ihr Partner tickt, wie er Zuneigung definiert und diese erfahren kann, können Sie ihm leichter zeigen, dass Sie ihn lieben.
  • Halten Sie Ihre Beziehung in Schwung: Ein kleiner Wochenendtrip an ein gemeinsam geliebtes Reiseziel, ein nettes Essen oder ein Kinobesuch sind keine kitschigen Verzweiflungshandlungen, die Männer nicht leiden können, sondern im Gegenteil eine schöne Sache um dem Partner immer wieder zu zeigen, dass Sie gern mit ihm zusammen sind. Das hält Ihre Beziehung frisch und sie beschaffen sich gemeinsame schöne Erlebnisse.
  • Seien Sie offen: Ihr Partner hat von Shades of Grey gehört und möchte nun Fesselspielchen ausprobieren? Seien Sie mutig! Eine Liebesbeziehung bedeutet auch sich zu entwickeln, und das möglichst in die gleiche Richtung und selbstverständlich auch sexuell. Das bedeutet nicht dass Sie alles mitmachen müssen, nur um ihm zu gefallen. Wenn Ihr Partner sexuelle Wünsche hat, die Sie überhaupt nicht erfüllen wollen oder können, sollten sie das auch nicht tun. Aber es spricht nichts dagegen auch einmal verrückte Dinge auszuprobieren. Vielleicht gefällt es Ihnen ja.
  • Führen Sie auch ein eigenes Leben: Der Punkt, der Partnerschaften irrationalerweise am Meisten belastet, ist das jeweils eigene Leben. Wenn zwei Menschen eine Liebesbeziehung eingehen möchten sie so viel Zeit wie möglich miteinander verbringen und alles gemeinsam tun. Genau das ist falsch. Erlauben Sie sich und Ihrem Partner auch weiterhin ein eigenes Leben, eigene Interessen. Zum Einen behalten Sie so Ihren Freiraum, zum Anderen aber bleiben Sie für den anderen interessant, weil unabhängig. Nur sehr wenige Beziehungen funktionieren in einem Abhängigkeitsverhältnis.
  • Sprechenden Menschen kann geholfen werden: Wenn Sie etwas bedrückt, reden Sie miteinander. Kein Mensch kann Gedanken lesen, auch nicht wenn man sich viele Jahre kennt. Sätze wie „Das hättest du doch merken müssen!“ sind blanker Hohn und setzen mehr voraus als irgendein Mensch leisten kann. Seien Sie offen und ehrlich zueinander.
Wenn es nun bereits passiert ist, der Partner seiner Freundin vielleicht schon einen Seitensprung gebeichtet hat, muss jede Frau selbst entscheiden wie sie damit umgehen möchte. Manch eine kann die Affäre verzeihen, für andere ist dies undenkbar. Es gibt hierbei keine richtige oder falsche Antwort; das muss jede Frau mit sich selbst ausmachen. Als betrogene Frau sollte man sich allerdings gut überlegen, ob man den Seitensprung verzeihen möchte: Laut diverser Studien neigen Männer die einmal fremdgegangen sind dazu, es wieder zu tun.

Flirten fängt im Kopf an

junges paar flirtet im caféIn meiner Praxis erlebe ich es immer wieder, dass charmante, ansprechende und intelligente Menschen, die in allen anderen Bereichen des Lebens selbstbewusst  durchs Leben gehen, beim Flirten immer wieder scheitern. Dabei sind das Menschen, die nicht auf den Mund und auch nicht auf den Kopf gefallen sind. Wenn Ich meine Klienten dann frage, was Sie im Moment einer möglichen Kontaktaufnahme mit dem anderen Geschlecht über sich selber denken, bekomme ich Einblicke in ein leider sehr destruktives Kopfkino. Das sind dann Gedanken wie:
  • Was könnte der Typ von mir denken?
  • Ich wirke doch total billig, wenn ich ihm meine Telefonnummer gebe…
  • Ich kann doch nicht einfach einen/eine fremde ansprechen?
  • Der denkt bestimmt ich bin verzweifelt wenn ich ihm zurück lächle!
  • Wie stehe ich da wenn Sie mir einen Korb gibt?
  • Der denkt bestimmt ich bin leicht zu haben?
Hinzu kommt noch die Schamröte bei all diesen gruseligen Gedanken, Schweißausbrüche und Schnappatmung inklusive. Und Schwups ist der Typ oder die Traumfrau entweder schon weg oder spricht mit einer oder einem anderen. Ich frage meine Klienten dann oft, wie diese souveränen Menschen, die einen Flirt mit Leichtigkeit eingehen, in der gleichen Situation anders über sich denken. Ich höre dann:
  • Was kann schon passieren ?
  • Vielleicht ergibt sich ein nettes Gespräch?
  • Ich bin ein offener, freundlicher Mensch mit dem sich andere gerne unterhalten.
  • Ich bin so wie ich mich verhalte ok
  • Ich zeige mich jetzt mal von meiner besten Seite
Wenn wir negative Gedanken über uns selber und wie andere über uns denken Überhand gewinnen lassen, wie können Sie sich dann von Ihrer Schokoladenseite zeigen ? Das ist ein wenig wie beim Film schauen. Stellen Sie sich vor Sie gehen ins Kino. Sie schauen eine Komödie. Nach dem Film fühlen sie sich vielleicht beschwingt, leicht, kichern noch ein wenig über die lustigen Momente…. Wenn Sie sich einen traurigen Film im Kino ansehen, dann stehen die Chancen ziemlich gut, dass Sie sich nach Ende des Films eher melancholisch und gedrückt fühlen. Die beiden Filme haben Sie circa 90 Minuten mit eher fröhlichen Momenten oder eben eher betrüblichen Eindrücken beschallt.

Sehr ähnlich läuft es in unserm Gehirn ab

Konkret: Wenn ich mir selber einrede, dass er oder Sie mich ja gar nicht toll finden kann, weil ich gerade 5 Kilo zu viel auf der Waage habe, meine Kariere nicht im Griff habe, oder ich von mir selber denke, dass ich verzweifelt wirke, dann ist Ihr Film eher eine Tragödie oder ein Drama. Ihre Ausstrahlung, Ihr Charisma und Ihre Einzigartigkeit kommen dann am besten zu Geltung wenn Ihr Film einer Komödie ähnelt. Hinzu kommt, dass unsere Gefühle, Stimmungen und Gedanken stark von der Bewertung eines Ereignisses und unserer Einstellung uns selbst gegenüber abhängen . Wenn ich meine Perspektive auf eine Situation verändere, so ändert sich auch automatisch mein Erleben in dieser Situation.

Soll Ihr Leben eine Komödie oder ein Drama sein? 3 Schritte für Mehr Erfolg beim Flirten

  • Wenn Sie das nächste mal in Kontakt mit dem anderen Geschlecht kommen, halten Sie kurz inne und versuchen Sie sich bewusst vor Augen zu führen, was Ihnen gerade durch den Kopf geht.
  • Sammeln Sie diese Gedanken und fragen Sie sich ehrlich ob Sie fürs flirten hilfreich sind.
  • Überlegen Sie sich, wie Sie über sich selbst denken müssen um sich von Ihrer besten Seite zeigen zu kö Welche Gedanken wären hilfreich für sie.
Eine positive innere Haltung sich selbst gegenüber einzunehmen erfordert Übung. Wenn es Ihnen zu Anfangs nicht sofort gelingt, ärgern Sie sich nicht! Sie werden merken die richtige Einstellung macht das Flirten entspannter! PS.: Trauen Sie sich! Die allermeisten Menschen freuen sich darüber wenn Sie angesprochen werden. Juliette Boisson  

Devote Männer: So gehen Sie mit einem devoten Mann um

Spätestens seit dem viel zitierten Welterfolg von 50 Shades of Grey ist SM in aller Munde. Beschrieben wird dabei vor allem das klassische Klischee einer sexuell unterwürfigen, also devoten Frau und einem dominanten Mann. Doch wie bei allem im Leben, gibt es auch hier eine erfrischende Vielfalt. Devote Männer… Damen der dominanten Art horchen auf.

Bedürfnisse und die Gesellschaft

Dominanz in der BeziehungDass jeder Mensch unterschiedliche Bedürfnisse und Neigungen hat, dürfte mittlerweile kein Geheimnis mehr sein. Neu ist allerdings der sehr offene Umgang mit selbst dunkelsten Geheimnissen, die uns noch vor wenigen Jahren die Schamesröte ins Gesicht getrieben hätten. Devot veranlagte Männer sind hierbei deutlich in der Minderheit. Zum Einen zählt es in der Gesellschaft mitunter weiterhin als schwach, sich unterwürfig zu zeigen und zu verhalten, zum Anderen hängt damit zusammen, dass Unterwürfigkeit als unmännlich, möglicherweise gar „weibisch“ angesehen wird. Eine dominante Frau hingegen wird immer noch zu oft als „Mannsweib” verschrien. Dabei ist gerade das Spiel der Hingabe, verantwortungsvoll ausgeübt, ein besonderer Beweis der Liebe und Zuneigung in der Beziehung. Jeder Mensch hat mehrere Rollen, die er im Leben erfüllen kann, möchte und teilweise auch muss. Wir sind Töchter, Mütter, Ehefrauen, Krankenschwestern, Anwältinnen, Verkäuferinnen und so viel mehr. Vergessen Sie nicht, dass es den Männern genauso geht. Und manche Rollen sind sehr klein, kaum vorhanden, weil sie vom Ego oder von der Gesellschaft unterdrückt werden. Aber irgendwann werden sie lauter. Irgendwann werden sie zu Bedürfnissen und lassen sich nicht mehr unterdrücken. Emanzipation ist nicht nur wenn Frauen für ihre Rechte auf die Straße gehen; es ist auch, wenn Männer zu scheinbar verpönten Neigungen stehen. Immer mehr Singles (und auch Paare) möchten sich ausprobieren und nicht nur eine Rolle leben, die ihnen aufgrund ihrer Geschlechtszugehörigkeit zugewiesen wird. So wie Frauen im Arbeitsleben immer mehr ehemalige Männerdomänen für sich erobern, entdecken Männer weichere Seiten für sich. Und dabei stellt sich so manche ungeahnte Überraschung heraus.

Devote Männer: Mit gesenktem Haupt und niedergeschlagenem Blick

Dominanz und SexualitätWenn Ihnen Ihr Partner – möglicherweise nach einigen Jahren Beziehung – gesteht, dass er eine devote Ader hat und gern dominiert werden möchte, kann das ein ziemlicher Schock sein. Wenn Sie insgeheim davon träumten, den Partner sexuell zu dominieren, fügt sich das Ganze zu einem wunderbaren Zufall, doch in manchen Fällen wissen Frauen nicht, wie Sie fortan mit ihrem Partner umgehen sollen.Sie können ganz beruhigt sein. Es gibt ein ganz einfaches Mittel, das heraus zu finden, und das heißt: Reden. Das gilt in jedem Fall; ob Sie nun Ihre dominante Seite entdecken und / oder Ihr Partner seine devote, spielt dabei keine Rolle. Im BDSM, dem das dominant-devote Spiel zuzuordnen ist, ist Kommunikation das Wichtigste. Ihr Sexleben wird sich möglicherweise sehr ändern, und es ist wichtig, dass alle daran beteiligten Personen daran Spaß haben und eine Bereicherung darin finden.  

Unterwürfigkeit und Missbrauch

Denn auch wenn es manchmal so aussieht: Unterwürfigkeit, beziehungsweise Ausübung der Dominanz und Missbrauch einer Person sind zwei sehr verschiedene Dinge. Denken Sie also nicht, dass Ihr Partner pervers ist, weil er sich sexuell gern unterordnet. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass er Schmerzen erregend findet (auch das wäre nicht pervers) oder missbraucht werden möchte. Es bedeutet, dass er eine starke Führung wünscht, die ihm sagt, wo es lang geht… ihn mitunter auch benutzt.

Einen Sklaven richtig behandeln

  • Wenn Sie einen 24/7 Sklaven Ihr Eigen nennen, sind Sie verantwortlich für sein Wohlergehen in jeder Hinsicht, also Kleidung, Nahrung, Schlaf und alle anderen Bedürfnisse. Aber auch wenn Sie „nur“ einen dominanten Sexualpartner haben, liegt sein – in diesem Falle sexuelles – Wohlergehen in Ihrer Hand. Er wünscht sich, Ihnen zu Diensten zu sein, und Sie können ihm die Gelegenheit geben, wahrhaftig erhebende Momente zu erleben, indem Sie Ihm zeigen, was Sie wollen… und vielleicht den einen oder anderen Befehl erteilen.
  • Viele devote Männer träumen davon, einer Frau als Sklave dienen zu dürfen. Natürlich gibt es hierbei verschiedene Ausprägungen: Vom 24/7 Sklave (gemeint ist jemand, der seiner Herrschaft rund um die Uhr zur Verfügung steht und auch Hausarbeiten und Ähnliches verrichtet) bis zum Sub, der sich gern sexuell beherrschen lässt. Sie können sich das zum Vorteil machen und Ihrem Partner beibringen, wie er sie anständig befriedigt (wenn er es noch nicht so gut kann). Immerhin muss und will er dann tun was Sie wünschen. Auch seine eigene Lust liegt in Ihren Händen. Viele devote Männer mögen es, den Orgasmus vorenthalten zu bekommen, bis die Herrin (oder wie die dominante Person genannt werden möchte) es ihm erlaubt, den sexuellen Höhepunkt zu erleben. Wichtig ist dabei grundsätzlich, dass der Respekt vor der Person nicht verloren geht. Es hört sich ein wenig paradox an, aber wenn Sie sich vor Augen führen, was der devote Mann Ihnen schenkt, wird es gleich verständlich. Denn Sie bekommen sehr viel Macht über einen Menschen; diese Position müssen Sie äußerst verantwortungsvoll erfüllen.
  • Sprechen Sie vorher (!) ab, was okay ist und was nicht. Jeder Mensch hat Grenzen und Tabus. Als Herrin / Domina dürfen Sie diese Tabus nicht brechen. Einen devoten Mann (sexuell) zu beherrschen bedeutet nicht seinen Willen zu brechen. Es bedeutet ihn zu führen. Genauso sollte der Sub genau wissen, was Sie wollen und was nicht. Wenn er nicht ein reiner Befehlsempfänger ist, sondern selbst ein Spiel aufbauen soll, wird ihm das weiter helfen, das Richtige zu tun. So können Sie beide Freude und Lust im Spiel finden.
  • Handelt es sich um einen devoten Mann, der seine Unterwürfigkeit nur sexuell auslebt, sollte nach dem Spiel (damit ist die sexuelle Begegnung zwischen Herrin und Sub, also devotem Partner, gemeint) auch wieder der normale Ton herrschen. Es mag zunächst ungewohnt für Sie sein, doch das gibt sich schnell. Wichtig ist, dass Sie Ihrem devoten Mann signalisieren, dass Sie alle seine Rollen respektieren; welche er auch immer zu diesem Zeitpunkt ausfüllen möchte oder muss.

Hingabe und Vertrauen

die dominaIndem der devote Mann sich in Ihre Hände begibt, schenkt er Ihnen seine Hingabe. Er wird alles tun, was Sie wünschen (und was vorher als in Ordnung abgesprochen wurde) und vertraut Ihnen seinen Körper und somit auch seine Seele an. Dies ist ein großes Geschenk, das kein dominanter Part in einer entsprechenden SM-Beziehung vergessen sollte. Sie haben einen Menschen vor sich, den Sie theoretisch gesehen sehr verletzen könnten; es aber nicht tun, und das aus Respekt vor dem Menschen und seiner Hingabe. Natürlich muss der devote Mann Sie als dominante Frau ebenfalls respektieren und das auch gebührend zeigen. Wie Sie diesen Respekt einfordern, ist Ihrer Fantasie überlassen. Dennoch dürfen Sie dem unterwürfigen Sub niemals Verachtung oder Geringschätzung entgegen bringen, im Gegenteil. Sie müssen ihn immer spüren lassen, dass Sie zwar das Heft in der Hand halten, aber auch die Stärke besitzen, ihn aufzufangen, sollte er fallen. Devote Männer sind oft sehr gefühlvoll. Sie brauchen eine starke Hand, eine unmissverständliche Führung, aber auch Sicherheit und Geborgenheit. Die finden sie in Ihrer unmissverständlichen Härte.

Passivität versus Unterwerfung

Mann unterwirft sich FrauWenn Sie glauben, dass devote Männer meist in philosophischen oder künstlerischen Bereichen zu finden sind, dann irren Sie. Tatsächlich sind Männer, die kreativen Berufen nachgehen, viel häufiger dominant als ihre emotionale Kunst es zu erahnen vermag. Devote Männer sind überraschenderweise oft in Machtpositionen oder einflussreichen Jobs zu finden. Nicht selten machen sie Karriere und sind des Tages Entscheider und Vorgesetzte. Einige Studien behaupten, dass sexuell devote Männer genau deswegen diese Karrieren bevorzugen, um die beiden Seiten ihrer Seele auszuleben. Wer den ganzen Tag das Sagen hat, möchte einfach auch einmal loslassen können, nichts bestimmen müssen. Das gilt für Frauen übrigens gleichermaßen. Das macht es auch so schwierig, einen devoten Mann zu finden, wenn Sie denn einen suchen. In ihrem Verhalten sind devote Männer nur schwer von nicht-devoten oder gar dominanten Männern zu unterscheiden. Das liegt vor allem daran, dass sehr viele devote Männer diese Unterwürfigkeit allein auf den sexuellen Bereich beziehen (wenn wir Männer ausklammern, die gern als Vollzeit-Sklaven dienen möchten). Manchmal können Sie aber feine Zwischentöne heraus hören. Auch wenn Sie einen Mann im Bett haben, der Ihnen außergewöhnlich folgt, könnte dies auf eine devote Neigung hindeuten. Verwechseln Sie dies nicht mit Passivität oder Bequemlichkeit! Viele Männer „lassen sich gern bedienen“, sind passiv im Bett und lassen die Partnerin „die Arbeit tun“. Sie glauben, dass es genügt, die Partnerin ein wenig zu stimulieren, dann mit ihr zu schlafen und der Rest kommt schon von allein. Ein devoter Mann würde niemals so denken! Er wird alles dafür tun, dass Sie (sexuell) glücklich sind. Er wird Ihren Anweisungen – sofern Sie welche zu geben wünschen –  folgen und sich die größte Mühe geben, Ihnen zu gefallen. Einem sexuell devoten Mann ist seine eigene Lust zwar nicht gleichgültig; aber es bereitet ihm Lust, Ihnen zu Diensten zu sein und Sie zu befriedigen. Hier ist ein sehr großer Unterschied zum passiven Liebhaber zu verzeichnen, der sich auf den Rücken legt und es sich gut gehen lässt.

Erkennung und Kennzeichnung

der Ring der OWenn Sie schon einen devoten Mann haben und Gefallen an ihm finden, werden Sie früher oder später möglicherweise auf den Gedanken kommen ihn als Ihr Eigentum zu kennzeichnen, je nachdem wie weit ihre Beziehung geht. Wenn Sie aber einen devoten Mann suchen, wird es Ihnen nicht ganz einfach fallen, ihn zu erkennen. Ein paar Hinweise gibt es aber doch. Devote Männer, die sich bereits mit ihrer Neigung auseinander gesetzt haben und auf der Suche nach einer dominanten Frau, also einer Herrin, sind, werden dies durch Anzeigen in einschlägigen Internetforen oder aber auch durch Kennzeichen an Körper und Kleidung kund tun. Sie sollten also in entsprechenden Kreisen unterwegs sein und nach Ihrem Favoriten Ausschau halten. Wenn Sie dies online tun, achten Sie auf Ansprache, Grammatik und Schreibstil. Ein wirklicher devoter Mann wird Sie respektvoll ansprechen, höflich sein, zurückhaltend, und wird bestenfalls darum bitten, Sie näher kennen lernen zu dürfen; immerhin ist ihm bewusst, dass er nicht führt (das möchte er ja auch gar nicht), sondern Sie. In der realen Welt erkennen Sie devote Männer deutlich schwieriger. Erstes und bekanntestes Erkennungszeichen ist ein Halsband mit einem Ring, auch Ring der O genannt. Dies zeigt in einschlägigen Kreisen den „Sklavenstand“ an und kennzeichnet eine devote Person. Da – wie eingangs erwähnt – nur wenige Männer sich zu ihrer devoten Neigung bekennen, werden Sie dieses Anzeichen vermutlich nur dort finden, wo der Sub sich vollkommen sicher sein kann, keinen Schmähungen der Gesellschaft ausgesetzt zu sein, also auf SM- oder Erotik-Partys oder in entsprechenden Etabilssements. Weniger auffällig, aber ebenso aussagekräftig ist der Ring der O als Fingerring. Insidertipp: Rechts getragen kennzeichnet er eine devote Person; links tragen ihn Herren und Herrinnen (dies hat den Hintergrund dass falls Schläge erteilt werden, diese meist mit der rechten Hand ausgeführt werden, und ein Ring würde so unter Umständen Verletzungen hervorrufen, die nicht erwünscht sind). Auch Triskelen sind verbreitet und werden hin und wieder als Schmuck, teilweise auch als Tätowierungen von devoten Männern getragen und zur Schau gestellt. Die Triskele wird vor allem als keltisches Symbol für die Einheit von Mutter, Vater und Kind oder Körper, Geist und Seele, Erde, Wasser Luft und so weiter verwendet, hat aber auch einen festen Platz in der BDSM Kultur, wo sie einerseits die unterschiedlichen Aspekte des BDSM (Bondage and Discipline, Sadism and Masochism, Submission and Dominance) symbolisiert, aber auch die Einheit von Körper und Geist darstellt und somit die Wichtigkeit des verantwortungsvollen Miteinanders insbesondere in dominant-submissiven Beziehungen. Aufgrund ihrer Bedeutungsvielfalt ist die Triskele weniger auffällig wie beispielsweise der Ring der O, der landläufig mit Submission assoziiert wird, und wird daher gern als diskretes Anzeichen eines devoten Mannes verwendet. Einen devoten Mann zu finden wird also nicht sehr einfach sein. Doch wenn Sie ihn bei sich haben, können Sie sicher sein, dass er Ihre Wünsche mit Freude und Lust an der Hingabe erfüllen wird. Er wird Ihnen ein guter Liebhaber sein und darauf achten, dass Sie an erster Stelle stehen. Ein devoter Mann versteht, wie er eine Frau richtig behandelt und schätzt sie für Ihre Stärke… die nun einmal jede Frau von Natur aus irgendwo mitbringt.

Verliebt in den besten Freund: So kann es funktionieren

verliebt in den besten FreundGlaubt man aktuellen psychologischen und soziologischen Studien stehen emotionale Nähe, Vertrauen, gegenseitiges Interesse und Gemeinsamkeiten bei den meisten Frauen ganz oben auf der Prioritätenliste für eine erfüllende Beziehung. All diese Merkmale weisen auch gute Freundschaften auf, da liegt es nahe in dem besten Freund auch einen guten Partner zu erkennen und sich zu verlieben. Grundsätzlich stehen die Karten für eine gute und gesunde Beziehung nicht schlecht, trotzdem sind die neuen Gefühle gegenüber dem besten Freund für die meisten Frauen erst verwirrend. Oftmals ist erst unklar ob sich auch der Mann in die Freundin verliebt hat und eine Beziehung in Betracht zieht. Auch möchten die meisten Frauen, die gute Freundschaft auf keinen Fall gefährden. Die Angst vor Verlust einer liebgewonnen Bezugsperson bremst aus. Im Nachfolgenden finden Sie einige Ausführungen, sollten Sie gerade in einer solchen Situation stecken.

Ordnen Sie Ihre Gefühle

Ihr bester Freund sorgt dafür, dass Ihnen das Herz höher schlägt, Sie finden ihn sexuell attraktiv und wären ihm gerne körperlich nahe? Ihre Gedanken kreisen täglich um diesen Mann? Sie genießen zunehmend seine Nähe? Dann hat wohl tatsächlich Amor zugeschlagen. Vermeiden Sie nun aber überstürzte Reaktionen, sondern nehmen Sie sich Zeit Ihre Gefühle zu ordnen und eventuelle Hintergründe zu erforschen. Oftmals spielt uns unsere Psyche einen Streich, wenn wir uns einsam fühlen, uns seit Längerem eine feste Beziehung wünschen oder gerade eine Lebenskrise durchlaufen. Ihr Verlangen nach partnerschaftlicher Nähe wird dann auf Personen projiziert, die Ihnen nahe stehen oder sich gerade dafür „anbieten“. Diese Gefühle sind dann häufig nicht von Dauer und Ihnen wird früher oder später klar, dass Ihre Gefühle nicht authentisch waren. Nehmen Sie sich einige Wochen Zeit sich selbst zu überprüfen und stellen Sie sich die Frage, ob Sie tatsächlich eine dauerhafte Beziehung mit Ihrem besten Freund, und dessen Stärken und Schwächen, führen möchten. Versuchen Sie hier möglichst ehrlich zu sich selbst zu sein, auch wenn dies sicher schwer fällt. Sollten Sie zu dem Schluss kommen, dass Ihre Liebe Substanz hat, sollten Sie in jedem Fall handeln.

Überwinden Sie Ihre Angst

Die Angst den besten Freund zu verlieren bremst aus. Und das ist völlig natürlich, ist dieser Mann doch wichtige Bezugsperson und Vertrauter. Sind Sie aber ernsthaft verliebt in Ihr Gegenüber wird Ihnen die „Heimlichtuerei“ nach zunehmender Zeit schwer zusetzen. Solche Emotionen zurück zu halten kann zu Schlafstörungen, Unwohlsein, Konzentrationsproblemen, depressiven Episoden und anderen Beeinträchtigungen führen und verbessert in keiner Weise die Situation. Überwinden Sie also Ihre negativen Gefühle und trauen Sie sich einen Schritt nach vorne zu gehen.  Nehmen Sie sich ausreichend Zeit Ihr weiteres Vorgehen zu planen.

Verliebt in den besten Freund: Der erste Schritt

verliebtDem besten Freund von den eigenen Gefühlen zu erzählen, fällt in diesem speziellen Fall sicherlich schwer. Vergessen Sie aber nicht, Sie sind seine beste Freundin! Sie können auf Ihr Gefühl vertrauen, wenn Sie sich entscheiden, ob Sie es ihm nach und nach durch die Blume spüren lassen möchten oder ihn konfrontativ darauf ansprechen. Es kann richtig sein, hier zaghaft vorzugehen, hin und wieder mehr Körperlichkeit zu suchen und ihm von den eigenen Gefühlen zu erzählen, solange Sie sicher sein können, dass Ihre Botschaft auch früher oder später bei ihm ankommt. Aber auch ein direktes „Liebesgeständnis“ in persönlicher oder schriftlicher Form kommt in Frage. Verzichten Sie aber auf mediale Nachrichten, wie zum Beispiel SMS und Emails. Dies erscheint im ersten Moment simpel, nimmt der Nachricht aber häufig die Ernsthaftigkeit und wird hierdurch vom Gegenüber entsprechend aufgenommen. Entscheiden Sie so, wie sie glauben, dass es dem Mann und Ihnen entspricht. Bereiten Sie sich aber in jedem Fall auf seine Reaktion vor.

Sie sind und bleiben seine Freundin!

Männer sind oftmals emotional nicht gut reflektiert und überdenken selten soziale Beziehungen, daher ist es wahrscheinlich, dass Ihr Freund aus allen Wolken fällt. Werten Sie dies nicht automatisch negativ und räumen Sie ihm gegebenenfalls ausreichend Bedenkzeit ein. Tatsächlich kann es aber auch dazu kommen, dass Sie ganz unmittelbar eine Stellungnahme von ihm erhalten. Sollte ihr bester Freund keine Beziehung mit Ihnen in Betracht ziehen können, ist dies zuerst sicher sehr enttäuschend, dies dürfen Sie auch so äußern. Machen Sie sich aber klar, dass dieser Mensch, den Sie als wertvollen Bestandteil Ihres Lebens achten, Ihr bester Freund ist und auch bleiben soll. Nur wenn die Freundschaft für Sie nicht mehr erträglich ist, sollten Sie sich von dem Mann zurückziehen. Ansonsten achten Sie weiterhin seine Gefühle und versuchen Sie ihn nicht für seine Entscheidung anzugreifen. Sollte Ihr Gegenüber ähnlich fühlen wie Sie, starten Sie gemeinsam in eine neue Phase Ihrer Beziehung: die Partnerschaft. Auch hier kann es zu einigen Komplikationen kommen, denen Sie vorbeugend entgegenwirken sollten.

Von der Freundschaft zur Beziehung

junges Paar küsst sichIn den ersten Wochen Ihrer frischen Liebe, könnte sich so manches zu Beginn komisch anfühlen. Immerhin ist Ihre Freundschaft über längere Zeit entstanden und Sie beide überschreiten nun Grenzen, die ihre Gültigkeit auf einmal verloren haben. Erlauben Sie sich ausgelassen zu sein, der Mann war ebenso mit der Partnerschaft einverstanden, es gibt also keinen Grund zu zögern. Beziehungen, die aus Freundschaften entstehen, bergen allerdings einige Tücken. Durch die bereits bestehende enge Bindung und Nähe, entfällt oft das vorsichtige Herantasten an den Anderen, man neigt bei vielen Dingen „mit der Tür ins Haus zu fallen“ oder überschreitet schnell die Grenzen des Anderen. Männer entdecken häufig neue Seiten an der Partnerin, da diese sich in der Beziehung eventuell anders verhält, als innerhalb der Freundschaft, was ebenfalls Konfliktpotenzial mit sich bringt. Berücksichtigen Sie daher einige Punkte:
  • Nehmen Sie sich Zeit! Sie lernen den Mann nun in einer völlig neuen Rolle kennen, und er Sie auch. Gehen Sie dabei achtsam und bedacht vor.
  • Genießen Sie Körperlichkeiten! Sei es Kuscheln oder Sex, körperliche Nähe hilft Ihnen sich mit Ihrer neuen Partnerschaft zu identifizieren, fördert die innere Bindung und macht Spaß!
  • Respektieren Sie Privatsphäre! Auch wenn Ihr Partner und Sie sich gut kennen, braucht jeder seinen Freiraum.
  • Pflegen Sie Freundschaften! Ihr bester Freund wird zu Ihrem Partner, umso mehr sind Sie nun auf andere Freundschaften angewiesen, pflegen Sie also Ihre sozialen Beziehungen.
  • Gehen Sie offen miteinander um! Ihr neuer Partner bedeutet Ihnen viel, ist er auch Ihr bester Freund. Häufig verfallen gerade Frauen in Schüchternheit, um diese wichtige Bindung nicht zu gefährden, dies kann aber eine große Gefahr für eben diese darstellen. Gehen Sie von vorn herein offen miteinander um. Sprechen Sie an, was Ihnen auffällt und auch was Ihre Ängste sind.

Er meldet sich nicht: So reagieren Sie richtig

Endlich den Traummann kennengelernt und nun meldet sich dieser plötzlich nicht mehr? Es kommt nach der Kennenlernphase oder später zu einem Kontaktabbruch? Eine solche Situation und das damit verbundene Gefühl von Ablehnung, kränkt und verunsichert wohl jede Frau. Wichtig ist aber, sich in einer solchen Situation ausreichend Zeit für sich selbst zu nehmen und sich über die Ursachen Gedanken zu machen. Nicht jeder Mann, der sich distanziert, möchte damit zwangsläufig die Beziehung beenden. Oftmals sind sich Männer auch nicht im Klaren darüber, wie sehr sie mit ihrem Verhalten der Partnerin schaden. Oft ist der direkte Weg der Richtige, um wieder miteinander ins Gespräch zu kommen.

Funkstille, und nun?

Teenager wartet darauf, dass sich ihr Freund meldetHat sich der Partner in den letzten Tagen nicht gemeldet, verfallen viele Frauen in Liebeskummer und sind sich intuitiv sicher, dass nach dem Rückzug, die Beendigung der Beziehung ins Haus steht. Emotionen wie das Gefühl der Ablehnung, Angst, Einsamkeit und Selbstzweifel erschweren die Situation zusätzlich und bauen Druck auf. Betroffene fallen oft in einen Aktionismus, melden sich immer wieder und versuchen verzweifelt erneut Kontakt herzustellen. Der Mann fühlt sich dabei möglicherweise unter Druck gesetzt und das Problem verschärft sich. Daher gilt in so einem Falle: immer erst für sich selbst sorgen und dann für die Partnerschaft einstehen! Die erste Reaktion auf einen Kontaktabbruch sollte daher darin bestehen, sich selbst zu versorgen. Legen Sie also einige Tage einen „Gedankenstopp“ ein, dies bedeutet, sie versuchen sich so wenig wie möglich mit dem Thema Partnerschaft auseinanderzusetzen. Fällt dies gerade anfänglich wirklich schwer, hilft es oft die gefühlte Abhängigkeit zum Mann abzubauen und distanzierter auf die Situation zu blicken. Verabreden Sie mit sich selbst eine verbindliche Dauer für diese Auszeit. Diese sollte realistisch sein und ist daher stark individuell, sollte aber drei Tage nicht unterschreiten. In dieser Zeit gönnen Sie sich etwas, gehen Sie mit Ihren Freundinnen aus, machen Sie einen Ausflug, den Sie sich schon lange vorgenommen haben, genießen Sie ein langes Bad und pflegen sich anschließend… alles ist erlaubt! Sie allein entscheiden, was Ihnen gut tut. Sollten Sie es überhaupt nicht durchhalten, schreiben Sie abends vor dem Zubettgehen einige Zeilen zu Ihren Sorgen auf, dies entlastet Psyche und Geist und macht den Kopf wieder frei.

Gründe für den Kontaktabbruch

Haben Sie Ihre persönliche Auszeit hinter sich und neue Energie getankt, versuchen Sie nun Ihre Gedanken zu sortieren und über die Gründe für den Rückzug nachzudenken. Die Gründe für eine Funkstille können vielseitig sein. Mittlerweile ist bekannt, dass nach den ersten Wochen des Kennenlernens, in der Zeit, in der die ersten kleineren Makel und Konflikte aufblühen, die eigentliche Bindung zwischen zwei Menschen erst zu entstehen beginnt. Einige Fragen können Ihnen helfen, zu erkennen, ob sich Ihr Partner aktuell nicht binden möchte oder aufgrund irgendeines Faktors gerade in der partnerschaftlichen Entwicklung gehemmt ist. Nehmen Sie sich Zeit, um folgende Fragen aufrichtig zu beantworten:
  • Hat sich mein Partner in letzter Zeit anders verhalten? Wenn ja, nur mir Gegenüber oder wirkte er allgemein gestresst?
  • Welche Vorerfahrungen von früheren Beziehungen bringt mein Partner mit?
  • Gab es in letzter Zeit Konflikte oder vermehrte Diskussionen? Wenn ja, zu welchem Thema?
  • Hat sich mein Partner bisher immer zuverlässig gemeldet oder kam es bereits in der Vergangenheit zu Rückzugsphasen?
  • Hat mein Partner aktuell stressige oder schwierige Situationen in seinem Umfeld (Beruf, Familie…)?
  • Wie weit ist unsere Partnerschaft fortgeschritten? Bewegen wir uns noch auf der anfänglichen, oberflächlichen Ebene oder haben wir bereits einige festigende Erlebnisse teilen dürfen (z.B. gemeinsamer Urlaub, Familienfeiern)?
  • Haben wir bereits über unsere Zukunft gesprochen? Wenn ja, welche Meinung habe ich, und welche Meinung hat der Mann vertreten?
Kommen Sie zu dem Schluss, dass Ihr Partner zwar gewillt ist, sich an Sie zu binden, aber durch schlechte Erfahrungen, Stress, innerpartnerschaftliche Konflikte gehemmt ist, dies auch zu tun, ist es gut, nun einen Schritt nach vorne zu machen. Sollten Sie hieran Zweifel haben, entscheiden Sie gut, welche Form der Klärung für Sie in Frage kommt: ein zeitnahes Gespräch, ähnlich wie unten beschrieben oder eine längere Pause, um sich innerlich wappnen zu können?

Verabreden Sie sich!

eine Verabredung ausmachenAuch wenn verständlicherweise der Wunsch nach Intimität groß ist, wählen Sie für ein Treffen einen neutralen Ort, suchen Sie sich Termine heraus, in denen Sie stressfrei und entspannt zur Verabredung kommen können. Rufen Sie Ihren Partner an, um ihm die Terminvorschläge zu unterbreiten. Legen Sie Wert darauf, ruhig und sachlich darauf hinzuweisen, dass Ihnen ein gemeinsames Treffen sehr wichtig ist. Verzichten Sie auf Textnachrichten, da diese oft viel Interpretationsspielraum offen lassen und gerade Männer nur schwer „zwischen den Zeilen“ lesen können. Emotionsgeladene Themen sollte man daher immer telefonisch, noch besser persönlich besprechen. Von dem Treffen machen Sie sich noch einmal klar, zu welchen Erkenntnissen Sie gekommen sind und welche Wünsche Sie mit in das Gespräch nehmen. Versuchen Sie hierzu gedanklich klare Sätze zu formulieren. Während des Treffens verfällt man oft in alte Verhaltensweisen oder schweift von den eigenen Vorsätzen ab. Hier hilft es, dem Gegenüber viele Fragen zu stellen. Wichtig hierbei: Keine Vorwürfe! Sie helfen weder Ihnen, noch Ihrem Freund, noch die Situation aufzulösen. Versuchen Sie folgende oder ähnliche Formulierungen:
  • „Kann es sein, dass … mit deinem Rückzug von mir zu tun hat?“
  • „Seit dem du dich von mir distanzierst, fühle ich mich ….“
  • „Hast du vor, wieder auf mich zuzukommen?“
  • „Ich komme nicht damit klar, wenn du dich so lange nicht bei mir meldest!“
  • „Was hat dich davon abgehalten, mir die Situation vorher zu erklären?“
Sie werden sehen, dass Sie so viel schneller Licht ins Dunkle bringen, als mit Vorwürfen oder Gefühlsausbrüchen. Versuchen Sie, mit dem Mann eine Vereinbarung zu treffen, wie sich in Zukunft der Kontakt gestalten kann. Behalten Sie dabei auch Ihre eigenen Bedürfnisse im Auge und nicht nur das Wohl Ihres Partners und Ihrer Beziehung. Möglich wäre eine weitere Auszeit, aber mit einem verabredeten Zeitpunkt an dem man die Situation neu bewertet oder eine Verabredung über das nächste Treffen, auch „Zwischenetappen“, wie verabredete Telefonate sind möglich. Machen Sie nochmals deutlich klar, dass Sie sich freuen würden, würde Ihre Partner hierfür auf Sie zukommen. Sollte dieser den Vorschlag machen, alles wie zuvor zu handhaben, ist dies äußerst kritisch zu betrachten, da er dann wohl nicht umfassend erkannt hat, wie belastend die Situation für Sie zuvor gewesen war. Eine erneute Anbahnung aneinander entspricht in jedem Falle mehr der Lage! In diesem Fall, ist die Neuordnung der Beziehung sogar als bindungsfördernde Chance zu sehen. Sollte sich Ihr Partner trotz aller Bemühungen, nicht dafür entscheiden, den Kontakt zu ihnen zu erhalten, fügt dies sicherlich Schmerz zu, man muss aber bedenken, dass unter solchen Umständen eine wirklich tragfähige und stabile Bindung, wie Sie sich wünschen, so oder so nicht entstanden wäre.

Er meldet sich nicht: Rückzug als Chance

Gehen Sie nun nicht zur Tagesordnung über! Die gemeinsame Überwindung eines Konflikts schweißt zusammen, daher ist nun der optimale Zeitpunkt, um Neues in die Beziehung einzuführen und diese weiterzuentwickeln. Dadurch da sich die Partner vorerst seltener sehen, wird die gemeinsame Zeit intensiver erlebt. Verabreden Sie sich zu außergewöhnlichen Ausflügen, probieren Sie etwas aus, das Sie bisher nicht mit Ihrem Partner erlebt haben oder führen Sie ein neues gemeinsames Ritual ein. Sie werden sehen, dass sich der Kontakt zu Ihrem Mann dann automatisch wieder steigert und Sie ganz automatisch wieder ein Stück näher zusammen kommen.

Wie verliebt er sich in mich?: Liebe gezielt herbeiführen

“Er liebt mich, er liebt mich nicht, … er liebt mich.” Wie schön wäre es, an dieser Stelle einfach mit der Malträtierung der Blüten aufzuhören und die Gewissheit zu haben, dass der Traummann nun – wie von Zauberhand – ebenfalls verliebt ist. Wäre alles weniger kompliziert, könnten bei einem Treffen noch einige vermeintlich aphrodisierende Lebensmittel kredenzt werden, und die Beziehung wäre gesichert. Leider leben wir in einer Welt ohne Zauberei, die Gefühle anderer gezielt zu beeinflussen, bleibt uns verwehrt. Aber, liebe Frauen, das ist keineswegs ein Grund, zu verzagen. Wer etwas Durchhaltevermögen besitzt, hat auch ohne Kenntnisse in den Bereichen der Liebeszauberei gute Chancen, den Mann der Träume auf sich aufmerksam zu machen. Anhaltspunkte hierfür möchte der folgende Ratgeber liefern:

Vom freien Willen

verliebtes paar schaut sich an  Liebe entsteht in der Regel völlig unbewusst und ohne eigenes Zutun. Irgendetwas am Anderen überzeugt, fällt besonders auf, gefällt – zu Beginn ist es meist unmöglich, genauer zu definieren, woran es liegt, dass es dieser Mann und kein anderer sein soll. Im Verlauf der Zeit wird dieses diffuse Gefühl immer klarer; entweder wird die Liebe größer oder die Verliebtheit flacht ab, weil die anfänglichen Erwartungen nicht erfüllt wurden. Wie auch immer: Verlieben oder Entlieben ist nichts, was aktiv geplant werden kann – es passiert einfach. Daher ist es unmöglich, Männer zu ihrem Glück zu zwingen. Liebe ist nichts, was sich herstellen lässt. Es gibt kein Wort, keine Handlung, die von jetzt auf gleich dafür sorgen könnte, dass der Andere sich verliebt. Abgesehen davon, wer würde das wollen? Eine forcierte Liebe, die womöglich durch Dinge ausgelöst wurde, die nicht dem entsprechen, was man ist, sondern vielmehr dem, was man glaubt, sein zu müssen, um dem Anderen zu gefallen?

Um seiner selbst willen geliebt werden

Ist es nicht die Freiwilligkeit, die das Gefühl so kostbar macht? Das Wissen darum, dass der Mann einen liebt, wie man ist oder vielmehr eben weil man so ist? Zweifelsohne ist es schmerzhaft, nicht ebenbürtig zurückgeliebt zu werden, aber das vergeht und es wird ein Mann kommen, der es tut. Viel schlimmer wäre es doch, eine Beziehung einzugehen, die nur aus einem künstlichen “Sichverbiegen” und Anpassen erwachsen konnte, das den anderen von der eigenen Liebenswürdigkeit überzeugen sollte. Wer diesen Weg geht, läuft stets Gefahr, alles aufzugeben, was das eigene Selbst ausmacht und über diesen Verlust kann einen letztlich nicht einmal die hart erarbeitete Liebe des Anderen hinwegtrösten. Deswegen sollte es oberste Priorität haben, sich selbst treu zu bleiben. Nach diesem Prinzip zu handeln schließt ja nicht aus, sich darum zu bemühen, einen Mann von sich zu überzeugen. Es heißt nur, ihm nicht um jeden Preis gefallen zu wollen und sich realistisch einzugestehen, wenn der vermeintliche Traummann das vielleicht nie können wird. In einem solchen Fall ist es besser, die eigene Energie aufzusparen und in jemanden zu investieren, der es kann.

Was bleibt Frau zu tun?

lachendes junges paar umarmt sichDie eben gegebenen Ratschläge und Denkanstöße sollen keineswegs Hoffnungslosigkeit vermitteln, sondern vielmehr den Mut dazu, etwas auf sich zu halten, sich nicht unter Wert zu verkaufen und genug Selbstvertrauen zu haben, sich wahrhafte Liebe zuzugestehen und nicht mit Kompromissen zufriedenzugeben. Daher sollte das erklärte Ziel nicht sein, dem Mann zu gefallen, sondern vielmehr ihn darauf aufmerksam zu machen, was man zu bieten hat, und dass ihm dies vermutlich gefallen könnte. Es sollte darum gehen, ihn zum Nachdenken anzuregen, ob er nicht vielleicht interessiert sein könnte; ihn zu überzeugen, dass er es bereuen könnte, wenn er auf ein näheres Kennenlernen verzichten würde. Das mag sich nicht nach viel anhören, allerdings ist es wesentlich anspruchsvoller, sich geschickt in den Fokus der Aufmerksamkeit des Traummannes zu bringen, als sich ihm anzubiedern. Aber, das steht außer Frage: Jede Frau ist es wert, diesen Umweg zu gehen, weil jede so viel zu bieten hat, was die Männerwelt zu schätzen wissen sollte – und der Richtige wird es tun!

Konkrete Möglichkeiten, den Schwarm auf sich aufmerksam zu machen

  • Aus den Augen, aus dem Sinn
Und im Umkehrschluss natürlich: im Sichtfeld, im Sinn. Soll heißen: Es ist unglaublich wichtig, Möglichkeiten zu schaffen, einander zu sehen. Insofern man sich schon kennengelernt hat, hervorragend. Dann gilt es, mutig zu sein und nach weiteren Treffen zu fragen. Wer hier etwas sensibel ist, wird merken, ob der Andere ebenfalls Lust darauf hat oder es eher als aufdringlich empfindet. Ist Letzteres der Fall, sollte ein Gang heruntergeschaltet und ihm etwas Zeit eingeräumt werden. Zu schnell aufzugeben, ist allerdings nicht angesagt, denn schließlich will man den Mann ja von sich überzeugen – und das geht eben nur persönlich. Wenn man einander noch nicht vorgestellt wurde, gilt es, dies schleunigst nachzuholen. In diesen Fällen ist der Schwarm vermutlich ein Verkäufer im Lieblingsladen, ein Arbeitskollege aus einer anderen Abteilung oder ein Mitglied im Sportverein. In solchen Fällen lassen sich Treffen meist sehr zufällig gestalten, immerhin weiß man grob, wo und wann der Andere anzutreffen ist. Das soll keine Aufforderung zum Stalking sein, sondern eher dazu, sensibel für Gelegenheiten zu werden. Sich öfter über den Weg zu laufen, schafft selbst zwischen Unbekannten Vertrautheit, sodass bald zu einem höflichen Grüßen übergegangen wird und irgendwann wird sich die Möglichkeit bieten, ein Gespräch zu beginnen …
  • Die ersten Anzeichen
verliebtes paar mit geschlossenen augenDiese wollen sensibel wahrgenommen werden, da sie mitunter ausschlaggebend für den weiteren Verlauf der Beziehung sein können. Das schließt auch ein, selbst aktiv solche Andeutungen zu liefern, sodass der Andere abschätzen kann, woran er ist. Entsprechend kann jemand, der nur freundschaftliche Signale sendet nicht damit rechnen, dass der Andere auf die Idee kommt, man könne mehr wollen. Also ruhig den Mut aufbringen, Körperkontakt zu suchen, Blickkontakt zu halten oder ehrlich zu äußern, wie sehr man die gemeinsame Zeit schätzt. Solche Andeutungen können bewirken, dass sich der Schwarm eher zu öffnen bereit ist und selbst zugänglich für das Erwachsen von Gefühlen wird. Man selbst wiederum sollte sensibel für die Anzeichen des Anderen sein – sowohl positiver als auch negativer. Denn bekundet der Andere häufiger, kein Interesse zu haben, ist es besser für die eigenen Gefühle, auf Abstand zu gehen, um sich so vor tiefer gehenden Verletzungen zu schützen. Suggeriert der Andere jedoch offensichtliches Interesse, sollte dies ein Ansporn sein, die Beziehung zu vertiefen, unter Umständen sogar Anlass dazu sein, zu offenbaren, wie es um die eigenen Gefühle bestellt ist, und dass der Wunsch nach einer Intensivierung des Kontakts besteht. Alles natürlich in Abhängigkeit des eigenen und auch des Temperaments des Traummannes; Nägel mit Köpfen zu machen ist nicht jedermanns Sache, daher ist es auch vollkommen in Ordnung, die Dinge langsamer anzugehen und sich ausreichend Zeit beim Kennenlernen zu lassen. Dennoch sollte das Ziel – den Mann von sich zu überzeugen – stets im Auge behalten werden.
  • Die Macht der Körpersprache
Damit ist nicht gemeint, die zwei schlagkräftigsten Argumente einzusetzen, die der Frau im Volksmund unterstellt werden, nein. Körpersprache ist wesentlich subtiler als der Einsatz eines Push-up BHs! Tatsächlich geht es dabei um Zugewandtheit, körperliche Nähe, gezielte Berührungen. Vielmehr noch als Worte vermögen es diese Dinge, Vertrautheit und ein Gefühl von Zugehörigkeit zu schaffen. Darunter fallen Kleinigkeiten, wie intensiven Blickkontakt während eines Gesprächs zu halten oder ein Lächeln; es können Nähe suchende Verhaltensweisen sein, wie auf der Parkbank etwas näher zu ihm zu rutschen oder sich während einer Unterhaltung zu ihm vorzubeugen; es meint, dem anderen nicht mit verschränkten, sondern offenen Armen gegenüberzusitzen, flüchtige Berührungen ins Gespräch einzubauen (die Hand auf den Arm/die Schulter legen, sich während des gemeinsamen Lachens kurzzeitig an ihm anlehnen) oder schlichtweg die Umarmung zum Abschied oder zur Begrüßung etwas auszudehnen. Auf diese Weise wird er merken, dass Interesse besteht und erhält die Möglichkeit, entsprechend zu reagieren – bestenfalls, indem er es zulässt und erwidert.
  • Authentisch und ehrlich sein
Das bezieht sich eigentlich auf alles: auf das Aussehen, die Art zu sprechen, auf Meinungen, Einstellungen, Interessen und vor allem auf Gefühle und Wesensarten. Heißt: Sich verstellen und zu versuchen, etwas aus sich zu machen, was man nicht ist, bringt nichts. Nur wer authentisch ist, kann den Fokus auf das Wesentliche legen, und zwar auf den Mann und die gemeinsame Zeit. Wer zu viel damit beschäftigt ist, besonders lässig, cool, witzig, hip oder verführerisch-sexy zu sein, verliert das schnell aus den Augen – Multitasking ist nämlich nur ein Mythos! Entweder, man schafft es mit seiner individuellen Art und Weise, den Anderen zu überzeugen oder eben nicht. Das ist zwar hart, aber Männer, die es wert sind, durchschauen Spielchen und künstliche Frauen. Und wie schon eingangs geschrieben: Das einzig Wahre ist doch, um seiner selbst willen geliebt zu werden! Ebenso kann es in der Phase, in der es darum gehen soll, das Interesse des Traummannes zu gewinnen, nicht schaden, ehrlich zu sein. Sich unnahbar zu machen, betont gleichgültig zu wirken oder zu versuchen, ihn eifersüchtig zu machen, sind Verhaltensweisen, die völlig fehl am Platz sind. Schließlich ist alles, was man will, die Nähe, die Zuwendung und die Exklusivität des Schwarms. Was also spricht dagegen, frei herauszusagen, dass man jemanden gerne hat? Dass man interessiert daran ist, ihn besser kennenzulernen? Dass man einfach nur neben ihm sitzen möchte oder schier dahin schmelzen könnte, wenn er lächelt? Ehrlichkeit erfordert Mut, ist aber wesentlich zielführender als sämtliche Spielchen und Maschen, die sich Flirt-Experten nur ersinnen können.

Sich selbst lieben

Ein besseres Fazit kann es nicht geben, denn so ist es tatsächlich. Wer sich selbst liebt, strahlt Zufriedenheit und Zuversicht aus; fühlt sich wohl mit sich und ist nicht auf die Anerkennung anderer angewiesen. Wer einen Mann dazu bringen will, sich zu verlieben, sollte es nicht zu sehr versuchen. Wenn es passt, dann passt es. Daher nicht von Rückschlägen einschüchtern lassen, sondern sich dieser Tatsache sicher sein: Der Richtige für dich, wird dich lieben, wie du bist – habe Vertrauen und stelle die Blumen besser in eine Vase und erfreue dich an ihnen, statt sie Schicksal spielen zu lassen!

Bin ich es wert? – Was Sie tun können, um Ihr Selbstvertrauen für sich und Ihre Partnersuche dauerhaft zu stärken

selbstbewusstes KindBin ich es überhaupt wert, geliebt zu werden? Bin ich es wert, begehrt zu werden? Wie steht mein Wert im Vergleich zu anderen potentiellen Partner-Suchenden? Emotional und seelisch zehrende Fragen, die sich viele meiner Klienten stellen, wenn sie mit dem Thema „Ich bin Single und möchte es aber nicht mehr sein“ zu mir kommen. Ich weiß nicht, ob Ihnen die aus diesen Fragen schlußfolgernden Antworten bekannt vorkommen, aber meistens geht der Gedankenkreis dann ungefähr (mit individuellen Abweichungen, aber inhaltlich ähnlich) folgendermaßen weiter: „mich liebt sowieso keiner“, „wenn ich liebenswert wäre, hätte ich doch schon längst jemanden gefunden“, „so wie ich ausschaue, hab ich sowieso keine Chance“, „wahrscheinlich bleibe ich bis zum Ende meiner Tage alleine“… Ihr Selbstbewusstsein und Ihr Selbstvertrauen ist in Mitleidenschaft gezogen. Und das macht traurig und nimmt Ihnen viel Kraft. Was können Sie also tun, um aus diesem gedanklichen Teufelskreisauszusteigen? Keine Sorgen – da gibt es Mittel und Wege und auch wenn Ihnen das im Moment schwer fällt … ich verspreche Ihnen: Diese Arbeit zahlt sich nicht nur für die Partnersuche aus! Auch Ihre Einstellung zu sich selbst wird sich ändern und zwar zu Ihrem Glück und Ihrer Zufriedenheit! Die Übungen zur Stärkung Ihres Selbstbewusstseins wirken einfach, sie sind es auch und in ihrer Einfachheit liegt die Kraft! Wie sollen Sie denn auch – wenn es Ihnen nicht gut geht – auch noch komplizierte Übungen durchführen, damit es Ihnen besser geht?! Und los geht’s …
  • Finden Sie jetzt und hier spontan 5 Eigenschaften, die Sie an sich lieben und schätzen! Wie? Das fällt Ihnen nicht leicht? So sehr Sie auch überlegen, mehr als zwei fallen Ihnen wirklich nicht ein?
      • Übung:
        1. Notieren Sie täglich mindesten 5 Eigenschaften. An manchen Tagen dauert es vielleicht länger etwas auf´s Papier zu bringen, als an anderen Tagen … lassen Sie sich dadurch nicht verunsichern!
        2. Lassen Sie den Tag vor Ihrem inneren Auge Revue passieren und schauen Sie, was Ihnen gut gelungen ist, worauf Sie stolz sind und wofür Sie sich schätzen können. Führen Sie diese Übung ein Monat lang durch.
     
    • Hilfestellungen:
      1. Fragen Sie in Ihrem Umfeld, was diese Menschen an Ihnen schätzen. Beginnen Sie bei Ihrem besten Freund oder Freundin, falls Sie sich dabei nicht so 100%ig wohl fühlen.
      2. Beobachten Sie sich genauer und achten Sie auf Kleinigkeiten. Sie müssen keine Eigenschaften besitzen, wie z.B. schlauer zu sein als der Rest der Welt. Vielleicht sind Sie gerne besonders ordentlich oder haben einen guten Geschmack bei Kleidung. Vielleicht schlafen Sie gerne lange und lieben das an sich. Was auch immer es ist – sein Sie liebenswürdig zu sich und lassen auch Eigenschaften gelten, die vielleicht nicht jeder andere gut findet.
  • Finden Sie jetzt und hier spontan 5 Bereiche an Ihrem Körper, die Sie richtig gut finden und auch gerne betonen! Auch hier müssen Sie mal tief durchatmen und wieder fragen Sie sich, was um alles in der Welt Ihnen da wieder einfallen soll? Keine Sorge, auch das wird sich ändern!
      • Übung:
        1. Suchen Sie sich ein Körperteil (sei es die Schulter/n, die Finger, der Hals, der Haaransatz, die Knöchel … alles gilt!) und betonen Sie dieses eine Woche lang ganz bewusst. Heben Sie dieses Körperteil auch optisch heraus und pflegen es ganz besonders. Es geht dabei nicht darum, Komplimente zu bekommen. Es geht dabei darum, sich selbst schätzen und seiner selbst bewusster zu werden. Es gibt übrigens einen Grund warum ich nicht zuerst Bauch, Bein, Po, Brust genannt habe. Raten Sie mal warum … um diese „Primär-Merkmale“ dreht sich ein großer Teil des weiblichen und Männlichen Denkens und Perfektionsstrebens. Ist der Po nicht so, wie er in Ihrer Vorstellung soll, wackelt das gesamte Selbstbild. Das muss nicht sein. Finden Sie sich in Ihrer körperlichen Einzigartigkeit und feiern Sie sich darin! Auch diese Übung: ein Monat.
     
    • Hilfestellungen:
      1. Lassen Sie ganz bewusst die Partien BBPB (Bauch, Bein, Po, Brust) weg. Konzentrieren Sie sich auf wunderschöne Kleinigkeiten an Ihrem Körper.
      2. Beschenken Sie sich einmal wöchentlich, um den von Ihnen erwählten Bereich zu schmücken oder hervorzuheben.
      3. Verwenden Sie aktiv Gedanken daran, wie Sie diese Körperpartie hervorheben könnten.
      4. Wechseln Sie nach einer Woche zu einem weiteren Ihrer faszinierenden Körperpartien!
  • Loben Sie sich selbst! Was denn, loben soll ich mich auch noch? Ja, ich gebe ja zu, auch das klingt ungewöhnlich. Aber lassen Sie sich darauf ein. Ich weiß, wovon ich schreibe! Das alte Sprichwort “Eigenlob stinkt“ kennen Sie sicher … streichen Sie es aus Ihrem sprachlichen Repertoire. Ich fordere Sie nicht auf, sich damit Lob von Anderen zu holen. Es geht eher darum, (wieder) ein Gespür dafür zu bekommen, was Ihnen an einem Tag gut gelungen ist.Worauf Sie stolz sein können und womit Sie zufrieden sind.
    • Hilfestellungen:
      1. Fangen Sie wieder klein an! Sie müssen keine Anstellung bei der UN bekommen haben, um sich zu loben. Vielleicht haben Sie heute einen Anruf erledigt, obwohl Ihnen der Gedanke daran vollkommen missfallen hat? Oder Sie haben es geschafft, Ihrem Nachbarn, der immer bis spät in die Nacht laut Musik hört, freundlich zu sagen, dass Sie das stört. Möglicherweise haben Sie aber auch einfach die Wäsche besonders schön zusammengelegt oder jemandem eine Freude gemacht.
      2. Notieren Sie sich wieder von Tag zu Tag, wofür Sie sich gelobt haben und was Sie lobenswert fanden. Sie werden sehen: es wird von Tag zu Tag immer leichter werden. Ein Schritt nach dem Anderen!
Grundsätzliche mentale Hilfestellungen für alle Übungen
  • Entschließen Sie sich dazu!
  • Nehmen Sie es sich nicht vor, probieren Sie nicht – beschließen Sie eine, zwei oder alle drei Übungen durchzuführen und zwar eine gewisse Zeitspanne lang! (Nach einem Monat kann man schon gut erste positive Veränderungen erkennen.)
  • Sein Sie aber nicht zu hart zu sich! Manchmal gibt es Tage, da geht es einfach nicht. Zu viel zu tun, zu wenig Lust, das falsche Wetter oder der Kaffee ist ausgegangen. Was auch immer Sie an diesem Tag nicht zu Ihren Energieübungen kommen lässt – so ist es nun mal. Kein Grund, gleich vollkommen aufzuhören. Der nächste Tag ist auch noch ein guter Tag um weiterzumachen.
  • Erzählen Sie lieben Menschen, die Ihnen nahe stehen, von Ihrem Vorhaben! Je mehr und je öfter wir über etwas sprechen, desto eher setzen wir unsere Vorsätze in die Tat um. Also halten Sie es nicht geheim. Sehr wahrscheinlich finden Sie sogar MitstreiterInnen, die dabei gleich mitmachen wollen!
  • Starten Sie JETZT! Genau jetzt ist ein fantastischer Zeitpunkt um damit loszulegen. Worauf wollen Sie warten? Hier und jetzt! Wann sonst?
  • Schreiben Sie mit! Sich Notizen zu seiner Entwicklung zu machen, erscheint Ihnen vielleicht im ersten Moment ein bisschen seltsam. Sinn dahinter ist, dass Sie auf diese Art und Weise gut sehen können, was sich in Ihrer persönlichen Entwicklung getan hat und wieviel leichter Sie schon nach 1-2 Wochen positive und geliebte Eigenschaften und Äußerlichkeiten an sich finden werden. Und wenn Sie jetzt fragen, was das Ganze damit zu tun hat, dass Sie endlich wieder einen Partner an Ihrer Seite haben wollen, dann sage ich Ihnen ganz einfach: „Nur wer sich selbst mit allen Stärken und Schwächen lieben und annehmen kann, wird einen Partner finden, der das auch kann.“
Und ich glaube, das wünschen wir uns alle. Natürlich sind das nur einige wenige Möglichkeiten, sich näher zu kommen und damit auch der Wunscherfüllung nach Liebe und erfüllender Partnerschaft. Alles braucht seine Zeit. Aber wissen Sie was: starten Sie doch einfach – Sie werden sehen, die ersten positiven Veränderungen an Ihnen werden auch schon bald Ihrem Umfeld sehr angenehm auffallen. Sie sind einzigartig und Sie sind liebenswert. Legen Sie los! Viel Erfolg! Aliny Bittner

Warum finde ich keinen Partner? – Mögliche Gründe & Lösungsansätze

Es gibt viele Singles, die ihr Singledasein genießen, gar keine Frage, aber viele bleiben auch unfreiwillig Singles. Woran liegt es, dass so viele trotz des Wunsches nach einer Beziehung und den scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten heute dauerhaft allein bleiben?  

Von der Kunst des Singlebleibens

Anzeigetafel 1 - TraummannDer Paarberater Michael Mary vertritt in seinem Buch „Wo bist du und wenn nicht wieso?“ die provokante These, dass Singles, die sich einen Partner wünschen, aber trotzdem allein bleiben, sich mehr oder weniger bewusst selbst für das Alleinsein entscheiden, indem sie immer wieder Partner „abwählen“. Um zueinander zu finden und eine Beziehung eingehen zu können, müssen sich zwei Menschen erst einmal begegnen. Mit der Anbahnung von Kontakten haben die meisten – bis auf wenige sehr schüchterne – auch noch keine Probleme. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, jemanden kennenzulernen, sei es in der Freizeit, bei der Arbeit oder auch über das Internet.   Eine typische Kennenlernphase läuft meistens in drei Phasen ab:
  • Sympathie vorhanden?
  • Kontaktaufnahme
  • Beziehungsanbahnung
Die erste Phase, das Erkunden von Sympathie, läuft meistens auch bei suchenden Singles recht normal ab.  Sympathie ist eine Grundvoraussetzung für die Anbahnung einer Beziehung, obwohl es auch Paare gibt, die sich zuerst gar nicht mochten und bei denen sich die Sympathie und Liebe erst später einstellte. Viele Suchende scheitern in der Phase der Kontaktaufnahme, weil sie in Egofallen tappen, die sie selbst aufstellen.

Schnellgerichte und andere Egofallen

Wenn gegenseitige Sympathie vorhanden ist, kommt es zur Kontaktaufnahme, man telefoniert, verabredet sich, trifft sich und es kommt vielleicht sogar zu mehr. Hier lauern schon die ersten Egofallen, denn suchende Singles wollen so gut wie nichts dem Zufall überlassen, sie wollen effizient suchen und keine Zeit verschwenden. Und wer effizient sucht, muss möglichst in kurzer Zeit eine Auswahl treffen. Fragt man sie nach ihren Erwartungen an eine Beziehung, so kristallisieren sich zwei grundlegende Forderungen heraus: Es soll funken und es muss passen. Eigentlich klar, denkt man. Aber wenn man die beiden Forderungen genauer unter die Lupe nimmt, werden hier eigentlich zwei unterschiedliche, fast gegensätzliche Voraussetzungen in einen Topf geworfen. Fragt man Paare nach dem Beginn ihrer Liebe fragt, hört man meistens, dass es einfach gefunkt hat und man erst später festgestellt hat, dass man gut zusammenpasst. Oder die Partner waren sich sympathisch, kamen sich allmählich näher und es funkte auf den zweiten oder dritten Blick. Manche waren sich anfangs nicht mal sympathisch, hätten sich nie und nimmer eine Beziehung vorstellen können, aber dann funkte es doch. Auch das gibt es. Alle diese Geschichten haben etwas gemeinsam: Die Beziehung hat sich durch gemeinsame Zeit und Geduld entwickelt. Aber genau das ist das Problem suchender Singles. Sie haben keine Geduld. Sie wollen keine Zeit verschwenden und möglichst schnell einen Partner finden, nein, nicht irgendeinen Partner, es muss schon DER TRAUMPARTNER sein. Man will sich schließlich nicht „unter Wert“ verkaufen. Aufgrund ihres Zeitdrucks und ihrer überhöhten Erwartungen ergeben sich dann folgende Forderungen:  

Es soll funken und passen und zwar gleichzeitig und schnell!

die grosse Liebe findenWie wir schon gesehen haben, entwickeln sich Beziehungen meistens zuerst aus einer Leidenschaft füreinander, dann spielt das Zusammenpassen noch keine Rolle und entwickelt sich vielleicht später, oder es ist zuerst Sympathie da und erst später wird mehr daraus. Selten ist alles auf einmal da. Singles auf Partnersuche wollen sich damit aber nicht zufriedengeben. Sie wollen alles auf einmal. Das liest sich dann vielleicht so: „Ich bin jetzt 45. Ich habe keine Lust mehr auf die Sucherei. Ich habe nicht mehr die Geduld wie früher. Ich will jetzt endlich den Partner fürs Leben finden!“ (Quelle: Michael Mary, Wo bist du und wenn nicht, wieso?) Was sagt die Frau damit? Sie will alles sofort und für immer. Geht das überhaupt ohne Suchen? Man kann zwar in der Welt da draußen Menschen finden, die einem sympathisch sind, aber ob es funkt und ob es passt, kann man eigentlich nur im direkten Kontakt miteinander herausfinden. Und das braucht Zeit, Offenheit und Geduld, wie man bei Paaren sieht, bei denen es erst auf den zweiten Blick funkt. Da der suchende Single aber alles sofort haben will, muss er Kriterien für die Auswahl haben, die er in Form seiner eigenen Erwartungen in die Waagschale bringt und mit dem abgleicht, was der potentielle Partner bietet. Da sich selten alle Erwartungen auf einmal erfüllen, sortiert der suchende Single aus. Das kann dann so aussehen: Ein 42-jähriger Mann hat einige schöne Nächte mit einer 38jährigen Frau verbracht. Als sie eines Morgens unvermittelt sagt, wie froh sie sei, „endlich einen Freund gefunden zu haben“, zieht er sich zurück und sortiert sie aus. Eine 48-jährige Frau hat einen „fantasievollen, lebendigen, schlauen Kopf“ kennengelernt, mit dem sie sich hervorragend versteht. Sie wäre ihm gern näher gekommen, aber „er hat einen kleinen Bauch“. Es springt nicht sofort der Funke über und der Mann wird aussortiert. (Beispiele aus Michael Mary, Wo bist Du und wenn nicht, wieso?) Aus diesen Beispielen kann man erkennen, dass nicht beides auf einmal passiert und als Anlass zum Aussortieren genommen wird. Im Beispiel 1 ist zuerst die Leidenschaft da und es steht noch nicht fest, ob es passt, in Beispiel 2 sieht es aus, als ob es passen könnte, aber der berühmte Funke ist noch nicht übergesprungen. Theoretisch könnte er ja noch überspringen, aber dazu müsste man sich weiter treffen. Als Mindestvoraussetzung wird aber ein „Kribbeln im Bauch“ angesehen, um sich überhaupt weiter einzulassen. Hat es sich vielleicht schon ein bisschen eingestellt, was ja an sich schon ein Glück ist, will ein suchender Single möglichst schnell feststellen, ob es auch passt und keine Zeit verschwenden. Und so kann man kleine Funken im Keim ersticken:
  • Eine Frau lernt einen Mann in einem Internetforum kennen, findet ihn sympathisch, man schreibt sich eine Weile und möchte sich kennenlernen, auch wenn noch keine Fotos und Telefonnummern getauscht wurden. Und plötzlich legt die Frau den Fokus auf Rechtschreibung und Tippfehler des Mannes statt auf den Inhalt der Mails. Er wird in die Schublade „oberflächlich“ gesteckt und ist aus dem Rennen.
  • Frau und Mann haben sich in einer Singlebörse kennengelernt und sich wochenlang gemailt. Sie ist von seiner Lockerheit und seinem Humor angetan. Beide haben Fotos getauscht, treffen sich. Beim Treffen stellt sich schon ein bisschen Herzklopfen ein, dann sieht sie, dass er weiße Tennissocken und Sandalen trägt. Das geht ja gar nicht. Er wird als „zu einfach und ohne Geschmack „ aussortiert.
Den Grund, warum viele angebahnte Kontakte in der Zeit der ersten Kontaktanbahnung wieder scheitern, sieht Mary im schnellen Aussortieren, das  er als „Schnellgericht“ bezeichnet.  

Das „Schnellgericht“

Um festzustellen, ob es bei einem Partner funkt und ob es mit ihm passt, stellen suchende Singles die potentiellen Partner vor ein Schnellgericht, bei dem es sofort zu einem Urteil kommt. In einer normalen Gerichtsverhandlung müsste ja ein Verteidiger einen Angeklagten verteidigen, nachhaken, was an weißen Tennissocken so schlimm ist und warum jemand keine Fehler machen darf, der Kläger müsste dann hinreichend begründen. Der Single, der seinen Partner vor ein Schnellgericht stellt, entscheidet aber ausschließlich nach seinen eigenen Erwartungen, an denen der potentielle Partner gemessen wird. Besonders beim Speeddating, wo man nur ein paar Minuten Zeit für eine Kontaktaufnahme hat, kann man sehen, wie schnell Urteile gefällt werden. Das Gegenüber wird ruckzuck in Bezug auf eigene Erwartungen abgecheckt und auf Negativmerkmale untersucht. Das Ergebnis könnte sein, wie es der Paarberater Mary ausdrückt: Normalerweise sieht man den schönen Mund mit dem Pickel daneben, der suchende Single sieht den Pickel mit dem schönen Mund daneben.  

Die Anspruchsfalle

PartnerschaftEiner der Hauptgründe, warum suchende Singles immer wieder scheitern, ist, dass sie sich selbst und ausschließlich in den Mittelpunkt setzen. Das Herz fängt an zu rechnen. „Was tun Sie, wurde Herr K. gefragt, „wenn Sie einen Menschen lieben?“ „Ich mache einen Entwurf von ihm“, sagte Herr K., und sorge dafür, dass er ihm ähnlich wird.“ „Was? Der Entwurf?“ „Nein“, sagte Herr K., „der Mensch.“ (Bertolt Brecht) Auf der Basis der eigenen Erwartungshaltung wird dann ein Traumpartner fantasiert, den es so in der Realität gar nicht geben kann, z. B. ein großer, gestandener, intelligenter Mann gesucht, der sich dominieren lässt und eine Frau als Mittelpunkt seines Lebens ansieht. Welcher gestandene Mann würde das tun? Oder ein Mann sucht „eine Mischung aus Claudia Cardinale, Rosa Luxemburg, Nina Hagen und Margot Käßmann, die männliche Dominanz prickelnd findet und keine Katzenhaarallergie haben darf…“. Da wird er vermutlich lange suchen… Viele Singles legen auf der Basis ihrer eigenen Wünsche und Interessen wahre Checklisten fest und sondern mögliche Partner nach diesen Kriterien aus. Aber eine Partnerschaft kann nur entstehen, wenn sich zwei Menschen aufeinander beziehen und aufeinander reagieren, sie ist kein fertiges Produkt. Wenn man die Ansprüche und Checklisten in manchen Singlebörsenprofilen liest, fragt man sich, wo der Partner mit seinem Eigenleben noch Platz hat? Schließlich hat er auch Wünsche an eine Beziehung. Wer seinen Fokus nur darauf richtet „Wer passt zu mir?“ ist nicht „in Beziehung“ zum anderen und sieht nicht, dass eine Beziehung gemeinsam gestaltet werden muss, dass Mr. oder Mrs. Right kein Allheilmittel und keine Garantie für dauerhaftes Glück ist. Die meisten Langzeitsingles glauben aber, dass sie nur den richtigen Partner finden müssen, dann stellt sich automatisch dauerhaftes Liebesglück ein.  

Die Suche nach Mr. oder Mrs. Right

Unsere Konsumgesellschaft erweckt mit ihrer Mentalität „Alles ist möglich“ den Eindruck, dass jeder Mensch das Recht auf einen perfekten Partner und eine perfekte Partnerschaft hat. Mit anderen Worten: Man muss selbst gar nicht viel für eine Partnerschaft tun, man muss nur den  richtigen Partner finden. Beziehungsarbeit ist nicht mehr in, ist lästig. Und so werden völlig überzogene Erwartungen an den Partner gestellt, die dieser gar nicht erfüllen kann, müsste er doch dafür sein Eigenleben aufgeben. Wer nicht auf Dauer Single bleiben möchte, sollte seine eigenen Ansprüche einmal kritisch unter die Lupe nehmen und einem Realitätscheck unterziehen. Der Grund für die überhöhten Ansprüche kann auch in einer eigenen Unfähigkeit liegen, sich auf einen Partner einzulassen, der den eigenen Erwartungen nicht ganz entspricht. Langzeitsingles sagen oft, dass sie einfach die „wahre Liebe“ noch nicht gefunden haben. Sie träumen davon, dass sich mit der wahren Liebe alle Probleme in Luft auflösen, sie sehen ihren eigenen Anteil nicht. Wenn eine Partnerschaft nicht funktioniert hat, dann war es eben nicht der richtige Partner und es wird weitergesucht. Beim nächsten wird alles anders. Vielleicht wartet man vergeblich…

Angst vor Nähe in der Beziehung: Anzeichen & Ursachen

Angst vor NäheDie meisten Menschen wünschen sich nichts sehnlicher als eine erfüllende Liebesbeziehung, die ihnen Geborgenheit und Sicherheit gibt. Man lernt sich kennen, fühlt sich zueinander hingezogen, entdeckt Gemeinsamkeiten, verliebt sich leidenschaftlich, aber statt sich zu freuen und die Beziehung zu genießen, fühlen sich manche Menschen aus scheinbar unerklärlichen Gründen plötzlich unwohl mit der Nähe des Partners, ziehen sich zurück, werden unzuverlässig bei  Verabredungen oder tauchen ohne Erklärungen gänzlich ab. Zurück bleibt ein Partner, der die Welt nicht mehr versteht, es war doch gerade so schön… Es kann eine diffuse Angst vor Nähe sein, die jemanden gerade dann flüchten lässt, wenn es am schönsten ist. Aber auch wenn jemand immer nur Affären hat, aber keine richtige Beziehung eingeht oder Dauersingle bleibt,  kann eine Bindungsangst dahinter stecken. Selbst bei Paaren, die jahrelang in destruktiven Beziehungen ausharren, ohne sich zu trennen, oder bei Dreiecksbeziehungen kann eine Bindungsangst zugrunde liegen. Die Ängste sind diffus, nicht greifbar. Betroffene spüren durch die Nähe des Partners ein Unbehagen und fühlen sich eingeengt bis hin zu körperlichem Unwohlsein und Panikattacken. Die Ursachen können sowohl in Kindheitserlebnissen liegen, wo man von seinen Bezugspersonen abhängig war und diese als sehr übergriffig erlebt hat. Oft spielen aber auch seelische Verletzungen aus früheren  Beziehungen eine Rolle.  

Anzeichen für Bindungsangst

Ein Unbehagen, sich auf eine Beziehung einzulassen, muss nicht immer eine echte Bildungsangst sein. Manchmal ist man sich einfach nicht sicher und spürt das intuitiv. Dann hat die Bindungsangst ihren Sinn. Wenn man an sich oder seinem Partner aber die folgenden Anzeichen erkennen kann, könnte eine echte Bindungsangst vorliegen:
  • Emotionaler Rückzug: Man ist zwar körperlich anwesend, entzieht seinem Partner aber emotionale Nähe und Liebe, bleibt innerlich auf Distanz,  lässt den Partner quasi am ausgestreckten Arm verhungern, Erwartungen des Partners werden immer wieder enttäuscht.
  • Flucht in Arbeit/Hobbies: Um sich vor Nähe zu schützen, flüchten sich Bindungsängstliche gern in die Arbeit oder zeitintensive Hobbies. Entscheidend ist, dass Arbeit oder Hobby Priorität vor dem Partner haben.
  • Räumliche Distanzierung: Nicht selten schaffen sich Menschen mit Bindungsängsten auch räumliche Hürden. Sie suchen z. B. einen Partner über das Internet, gehen von vornherein Fernbeziehungen ein, bei denen nicht die Gefahr von zu viel Nähe besteht oder suchen sich eine Arbeit, bei der sie viel unterwegs sein müssen.
  • Dauersuche nach Mr. oder Mrs. Right: Eine beliebte Abwehrstrategie von Bindungsängstlichen ist auch, dass sie bisher einfach Pech hatten und nur nicht den richtigen Partner gefunden haben. Aber wenn man genauer hinschaut, kann es ihnen kein Partner recht machen, egal wie attraktiv, charmant oder erfolgreich er ist, meistens dann, wenn er ihnen zu nahe kommt.
  • Sexueller Rückzug als Beziehungsverweigerung: Emotionaler Rückzug kann sich auch durch den Rückzug aus der Sexualität äußern. Zu Beginn der Beziehung verbindet die Partner noch eine leidenschaftliche Sexualität, aber sobald der aktiv Flüchtende sich irgendwie vereinnahmt fühlt, schwindet die sexuelle Lust und der Partner verliert seine Anziehung. Bei manchen entwickelt sich auch eine ambivalente Logik mit Argumenten wie „Ich liebe Dich noch, aber im Bett läuft es nicht mehr richtig“ oder „Ich will Sex mit Dir, aber keine feste Beziehung.“ Sexualität ist die Kraft in einer Beziehung, die am stärksten bindet. Sie kann ein Paar stark verbinden, aber auch trennen, wenn sie von einer Seite verweigert wird. Manche Bindungsängstliche lassen sich auf körperliche Nähe ein, verweigern aber sonst emotionale Nähe.
  • Rückzug durch Fremdgehen oder Dreiecksbeziehungen: Menschen mit Bindungsangst neigen häufig zur Untreue. Sie haben Angst, vom Partner vereinnahmt zu werden, wenn sie sich richtig auf eine Beziehung einlassen. Deshalb legen sie sich nicht gern fest. Untreue kann eine solche Vermeidungsstrategie sein. Durch einen Seitensprung oder ein Dreiecksverhältnis wird zum eigentlichen Partner eine Distanz hergestellt und das Unwohlsein lässt nach. In diese Kategorie fällt auch das Verleugnen einer Beziehung vor Freunden oder Verwandten.
  • Flucht in Regeln oder Grenzen: Menschen mit Angst vor Nähe muten ihren Partnern häufig starre Grenzen zu, so dass diese das Gefühl haben, vom Leben des anderen ausgeschlossen zu sein.  Bindungsängstliche brauchen das Gefühl von Kontrolle über Nähe und Distanz. Die Vorstellung, für immer mit ihrem Partner zusammen zu sein, macht ihnen Angst.
  • Flucht durch Wegstoßen: Eine wirksame, eher passive Strategie ist das Wegstoßen des Partners, indem man durch sein Verhalten dafür sorgt, dass der Partner sich zurückzieht oder trennt, weil man dem Partner nicht aktiv wehtun möchte. Oft ist es eine Mischung aus Weglaufen und Wegstoßen.

Woher kommt die Angst vor Nähe?

Distanz in der BeziehungMeistens ist den Betroffenen gar nicht bewusst, dass es diffuse Ängste sind, die es ihnen schwer machen, die Nähe zum Beziehungspartner auszuhalten.
  • Angst, abgelehnt zu werden
  • Versagensängste
  • Angst vor zu viel Verantwortung
  • Angst, ausgenutzt zu werden
  • Angst vor Kontrollverlust
  • Angst, sich lächerlich zu machen
  • Angst vor Bevormundung und Vereinnahmung durch den Partner
All diese Ängste sind nicht angeboren, sie resultieren aus den Erfahrungen, die im Laufe des Lebens gemacht wurden. Wer die Erfahrung gemacht hat, so wie er ist, abgelehnt zu werden, tut sich schwer, jemandem zu vertrauen. Wenn man enge Beziehungen erlebt hat, z. B. in der Kindheit oder in früheren Liebesbeziehungen, in denen man bevormundet und vereinnahmt wurde, wird später umso mehr auf die eigene Autonomie achten und Schwierigkeiten haben, sich auf jemanden richtig einzulassen, weil man Enge mit Kontrolle und Unfreiheit verbindet. In einer engen Beziehungen ist es eine klare Abgrenzung schwieriger als in anderen Beziehungen, weil man nicht enttäuschen möchte. Wer erlebt hat, dass Nähe mit Schmerz verbunden ist, wird sich später nicht leicht tun, jemanden wieder nah an sich heranzulassen. Auch das Vorbild der elterlichen Beziehung kann eine Rolle spielen. Es ist sicherlich auch kein Zufall, dass in unserer heutigen Gesellschaft, die sehr stark auf Selbstoptimierung und Perfektion ausgerichtet ist,  Bindungsangst immer mehr zunimmt. Der Druck, immer gut drauf sein zu müssen und das Optimale aus seinem Leben herauszuholen schürt geradezu die Angst, nicht gut genug zu sein.  

Wie kann man mit der Angst vor Nähe umgehen?

Junges PärchenMenschen gehen unterschiedlich mit Beziehungsängsten um. Die einen flüchten sich in ständig wechselnde Beziehungen, andere bleiben dauerhaft Single, wieder andere sind frustriert, weil es dann doch wieder nicht Mr. oder Mrs. Right war und hoffen auf das nächste Mal. Wer aber eine auf Dauer erfüllende Beziehung erleben will, muss sich seinen Ängsten stellen und Wege finden, mit ihnen umzugehen, sei es mit dem Partner gemeinsame Wege zu suchen oder sich fachkundige Hilfe zu suchen. Wer Angst vor Vereinnahmung hat, muss lernen, sich angemessen anderen gegenüber abzugrenzen und zu behaupten. Das ist nicht leicht vor dem Hintergrund, das man seine Bezugspersonen nicht enttäuschen möchte.  Beziehungen entstehen dadurch, dass man sich aufeinander bezieht und es ist wichtig, seine eigenen Bedürfnisse in Beziehungen einzubringen. Nur so kann die Angst vor Vereinnahmung zurückgehen. Interessenskonflikte lassen sich in keiner Beziehung vermeiden, aber für Beziehungsängstliche, die unter der Angst vor Vereinnahmung leiden, ist es besonders wichtig, die Erfahrung zu machen, dass sie mit ihren Bedürfnissen angenommen werden und ihnen der Druck genommen wird, dem Partner alles recht machen zu müssen aus Angst vor Liebesentzug. Die Angst vor Vereinnahmung kann auch nachlassen, wenn der Bindungsängstliche das Gefühl hat, sich ohne schlechtes Gewissen ab und zu zurückziehen zu können. Für Menschen, die Angst davor haben, Fehler zu machen, ist die Erfahrung wichtig, dass sie Fehler machen dürfen und trotzdem geliebt werden. Eine Therapie kann, muss aber nicht immer sinnvoll sein, denn sie gibt Betroffenen auch wieder das Gefühl, so wie sie sind, nicht richtig zu sein und “geheilt” werden zu müssen. Aber gerade das Gefühl des Angenommenseins braucht es, um sich in einer Beziehung zu Hause zu fühlen. Ein verständnisvoller Partner kann viel dazu beitragen, dass Bindungsängste reduziert werden. Ob jemand etwas gegen seine Ängste unternimmt, hängt sicherlich sehr von seinem persönlichen Leidensdruck ab. Nur wer eine richtige Beziehung vermisst, wird vermutlich bereit sein, sich seinen Ängsten zu stellen und neue Wege zu wagen.

Schüchterne Männer – und wie Frauen beim Kennenlernen mit ihnen umgehen können

Schüchternheit ist zuweilen eine große Bürde, besonders für die Betroffenen selbst. Schüchterne Menschen fallen in der Regel im Alltag kaum auf, ob beim Gang über den Markt, im Café, bei der Arbeit oder beim abendlichen Kneipenbesuch. Es ist auch kein Wunder, denn anders als extrovertierte Zeitgenossen meiden sie es, in Situationen zu geraten, in denen sie auffallen könnten. Besonders herausfordernd ist es daher auch für schüchterne Männer, Frauen kennenzulernen. Studien zufolge geben Männer auch häufig Schüchternheit als Grund dafür an, über lange Zeit keine Beziehungen eingehen zu können. Gerade die ersten Schritte wie das Herstellen von Augenkontakt, das Ansprechen und vor allem das Flirten gelingen schüchternen Männern besonders schwer. Diese Schritte liegen dann in der Hand der Frauen. Aber: Frauen können Signale schüchterner Männer oft schwer einschätzen, halten sie nicht selten für abweisend oder gar arrogant. Es gibt jedoch einige recht einfachen Regeln die man beachten kann, um das Eis zu brechen.

Schüchternheit verstehen

Studien schätzen den Alteil schüchterner Männer erstaunlich hoch ein – die Angaben schwanken hier zwischen 40 – 60% aller Männer und damit sogar höher als den Anteil schüchterner Frauen. Im allgemeinen Sinne verstehen wir unter Schüchternheit eine Scheu, Ängstlichkeit oder Unsicherheit in sozialen Situationen. Das knüpfen zwischenmenschlicher Beziehungen fällt schüchternen Menschen oft besonders schwer, sie reagieren hier mit Verunsicherung und meist mit starker Zurückhaltung. Das Aufrechterhalten von Blickkontakt, das Sprechen über sich selbst, das proaktive Gestalten sozialer Beziehungen mit unbekannten oder (noch) nicht vertrauten Personen wird häufig zu einer schwer überwindbaren Herausforderung. Schüchternheit wird meist als eine Charaktereigenschaft eher introvertierter Menschen beschrieben, die ihren Blick verstärkt auf sich selbst und die inneren Vorgänge in ihrer eigenen Person richten und weniger auf die Personen um sie herum. Das ist an sich erst einmal nichts negatives oder problematisches, solange es soziale Beziehungen nicht in einem erheblichen Maße einschränkt und dadurch zu einem starken Leiden für die betroffenen selbst führt. Eine solche Einschränkung, verbunden mit einem erheblichen subjektiven Leidensdruck würde dann auch nicht mehr nur als Schüchternheit bezeichnet, sondern möglicherweise als Soziale Phobie. Die meisten Fälle von Schüchternheit beziehen sich aber auf wenige bestimmte Situationen wie zum Beispiel auf öffentliche Auftritte, Vorträge oder aber häufig auf den Kontakt mit “dem anderen Geschlecht”.

Die meisten Fälle von Schüchternheit beziehen sich auf bestimmte Situationen – wie den Kontakt mit “dem anderen Geschlecht”.

All diesen Situationen ist eines gemeinsam: sie bewirken bei den Betroffenen typische Stressreaktionen. Nahezu jeder war selbst schon in einer solchen Situation – wie beispielsweise einer Prüfung oder einem wichtigen Meeting, in welchem eigene Interessen durchgesetzt werden müssen. Auch wenn man weiß, dass rein objektiv betrachtet nichts passieren kann: Herzklopfen, Unsicherheit, möglicherweise Schwitzen, zittrige Hände oder gar starke Selbstzweifel können auftreten, ohne dass man diese selbst gut kontrollieren kann. So ist es gerade für schüchterne Männer auch oft sehr schwierig, Kontakt zu Frauen, mit denen sie noch nicht vertraut sind, herzustellen. Viele haben einen sehr kritischen Blick auf sich selbst, befürchten, aufgrund ihrer Art oder ihrer Eigenschaften abgelehnt zu werden, “falsch rüberzukommen” – und riskieren es häufig lieber garnicht erst, in eine solche Situation zu geraten. Dabei kann es passieren, dass gerade besonders unsichere Männer, die ihre Schüchternheit verbergen oder überspielen wollen, ganz anders wirken. Es kann passieren, dass ihnen Desinteresse oder gar Arroganz unterstellt wird, obwohl ihr Verhalten nur ein Mittel ist, um Unsicherheit zu überspielen.

Typische Reaktionen und Gedanken schüchterner Männer:

  • Stressreaktionen wie Schwitzen oder Zittern
  • “Verhaspeln” während des Redens
  • nicht wissen, was man sagen soll
  • Starkes Nachdenken über die eigene Wirkung
  • das Gefühl, unter Beobachtung zu stehen
  • Angst vor Ablehnung oder Zurückweisung
  • Angst, sich lächerlich zu machen
  • Gedankenkreisen
Hinzu kommt, dass von Männern – trotz allen Wandels der Geschlechterverhältnisse – nach wie vor eher als von Frauen erwartet wird, die ersten Schritte des “aktiven” Flirtens oder Ansprechens zu übernehmen. In der Wissenschaft spricht man hier auch von unbewussten oder unterbewussten Rollenerwartungen. Was den Kontakt zu schüchternen Männern angeht, ist es hilfreich, diese zu verstehen.

Noch immer wird von Männern eher als von Frauen erwartet, den ersten Schritt zu machen

Flirtgespräch

Flirtgespräch

Solche unterbewussten Rollenerwartungen sind bei den meisten Menschen noch mehr oder minder ausgeprägt vorhanden. Zwar sind diese Erwartungen schon seit längerer Zeit im Inbegriff, sich zu verändern – so fällt uns beispielsweise eine Frau, die proaktiv auf Menschen – oder in diesem Falle auf Männer – zugeht, oft nicht mehr als besonders außergewöhnlich auf. Jedoch sind mit diesem Wandel die Unterschiede zwischen Männern und Frauen bei der Kontaktaunahme noch längst nicht behoben, denn unser Unterbewusstsein hat oft mehr als nur einen doppelten Boden. So fällt uns bei aller angenommenen Gleichberechtigung ein Mann, der vielleicht eben nicht aktiv auf Frauen zugeht, auch nicht als jemand auf, der Interesse bekundet. Oder anders ausgedrückt: Ein Mann, der in einer Bar keinen Blickkontakt herstellt, nicht von sich aus auf eine Frau zugeht und sie anspricht, möchte das auch wahrscheinlich bewusst nicht tun – so unsere Unterstellung. Bei Frauen geht man in solchen Situationen noch viel eher davon aus, dass sie, auch wenn sie dies nicht direkt signalisieren, angesprochen werden möchten. Nach wie vor gilt für viele unterbewusst: Männer erobern, Frauen werden erobert. Hier geht der Appell besonders an die Damenwelt, auch bei denjenigen Herren den ersten Schritt zu wagen, die nicht von sich aus Offenheit signaisieren. Nur wie kann dies gelingen, wenn man es tatsächlich mit einem schüchternen Mann zu tun hat?

Wie verhalten bei schüchternen Männern?

Zunächst ist es wichtig, Schüchternheit zu verstehen. Diese Charaktereigenschaft ist an sich kein Makel. Sie ist auch nichts, was dauerhaft und unveränderbar an einer Person haftet. Oft brauchen Schüchterne einen Anstoß, der ihnen hilft, die ersten Hürden zu bewältigen. Denn schüchternes Verhalten bezieht sich auf den Umgang mit nicht vertrauten oder unbekannten Personen – in diesem Falle Frauen. Jedoch gilt vor allem zu sehen, das kontaktscheue Männer nicht deshalb gleich uninteressiert, Beziehungs- oder gar Liebesscheu sind. Sie sind lediglich zu Beginn auf mehr Einsatz von der weiblichen Seite angewiesen. Natürlich kann es kein allgemeingültiges Rezept geben, das bestimte Formen von Schüchternehit benennt und anschließend wirksame “Eroberungstaktiken” beschreibt. Trotzdem können sich einige Ratschläge als wirksam erweisen, um die ersten Kontakte erfolgreich zu gestalten:
  • Den ersten Schritt wagen Da schüchterne Männer von sich aus aller Wahrscheinlichkeit nach nicht auf sie zugehen werden, wagen sie den ersten Schritt – sprechen sie ihn an.
  • Zeit zum “Aufwärmen” geben Falls Sie sich noch nicht kennen, bietet sich ein eher unverfänglicher Gesprächseinstieg an. Zu direkte Flirtmannöver oder gar offensichtliches “Baggern” sind bei schüchternen Männern nicht angebracht. Nehmen sie ruhig etwas einfaches zum Anlass wie eine Frage nach dem Weg auf einem Stadtplan oder bitten sie ihn um eine andere Form von unverfänglicher Hilfe, um ein Gespräch zu beginnen. Sprechen Sie ihn jedoch nicht direkt auf seine Schüchternheit an. Falls sie sich bereits kennen, bietet es sich ebenfalls an, nach seiner Unterstützung zu fragen – ist er beispeilsweise Technikaffin, bitten Sei ihn um Rat bei Computerproblemen oder auf einem anderen Gebiet, auf dem er sich sicher fühlen könnte. Wichtig ist, dass sich ihr Gegenüber auf sicherem Terrain bewegen kann.
  • Kontakt aufrechterhalten Auch dieser Punkt wird zu Beginn eher bei Ihnen liegen. Dabei kann es sich um das erste Gespräch handeln, während dessen sie immer wieder Fragen stellen, um es in Gang zu halten, oder aber um den Austausch von Kontaktdaten.
  • Den zweiten und dritten Schritt wagen Diese weiteren Schritte werden vermutlich auch bei ihnen liegen. Lassen Sie sich nicht verunsichern. Auch hier ist es wichtig, ihm Zeit zum “Auftauen” zu geben. So eignet sich möglicherweise der Kontakt über sms oder Mail am Anfang besser, da ihm über solche Medien mehr Zeit für die Reaktion bleibt, als dies bei einem direkten Anruf der Fall wäre. Schlagen sie Orte für die nächsten Treffen vor, die Ablenkung und Gesprächsstoff bieten – wie beispielsweise das Kino oder eine Ausstellung. So liegt die Konzentration zunächst auf anderen Dingen als auf Ihnen – und vor allem als auf ihm.
  • Sicherheit geben Machen Sie ihm erhliche Komplimente, sagen Sie im, was Ihnen gefällt. So können Sie zum Beispiel betonen, dass sie seine Zurückhaltung als etwas positives empfinden, oder dass sie es schön finden, dass sie sich langsam kennen lernen können. Solche Aussagen können ihm Sicherheit vermitteln, stärken das Selbstwertgefühl und schaffen allmählich Vertrauen.
Die Unsicherheit schüchterner Männer reduziert sich in aller Regel in dem Maß, in dem ihnen Menschen vertrauter werden. Ist ein solcher Kontakt gelungen, kann dies in manchem Fall auch dazu beitragen, Schüchternheit ein Stück weit zu überwinden.